Meyer, Georg
Grundzüge des Eisenbahn-Maschinenbaues: Die Lokomotiven — Berlin, 1883

Page: 187
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Bahnpolizei-Reglement für die Eisenbahnen Deutschlands.

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§ 37. R a d d u r c li m esse r. — Der Raddurchmesser der Tender und Wagen
mit Ausschlufs der Radreifenstärke soll mindestens 0,850 m betragen.
Der Durchmesser der Triebräder der Lokomotiven ist anzunehmen: für
Züge, welche bis zu 25 km Geschwindigkeit in der Stunde fahren, mindestens
zu 0,900 m, desgleichen bis zu 30 km mindestens zu 1,100 m, desgleichen bis
zu 45 km mindestens zu 1,200 und bei mehr als 45 km mindestens zu
1,500 m.
c) B ahnpolizei-Regle m ent f ü r die Eisenbahn c n
Deutschlands.
§ 10. Jede Lokomotive mufs mit Bahnräumern, sowie mit einem vcr-
schliefsbaren, an dem Feuerkasten dicht anliegenden Aschkasten und mit einer
Vorrichtung versehen sein, durch welche der Auswurf glühender Kohlen aus
1 dem Schornstein wirksam verhütet wird.
§ 12. Alle nicht in Arbeitszügen gehenden Wagen sollen auf Federn
ruhen, mit elastischen Zugapparaten und an beiden Enden mit elastischen
Butlern versehen sein.
Sämmtliche Räder müssen mit Spurkränzen versehen sein.
Bei Lokomotiven und Tendern mufs die Stärke schmiedeeiserner Rad-
reifen mindestens 22 mm, diejenige stählerner mindestens 19 mm betragen;
bei Wagen können schmiedeeiserne Radreifen bis auf 19 mm, stählerne bis
auf 10 mm abgenutzt werden.
Sämmtliche Fahrzeuge müssen sich in doppelter, von einander unab-
hängiger Weise so mit einander verbinden lassen, dafs beim Bruch irgend
eines Theiles der angespannten Kuppelungsvorrichtung die Sicherheitskuppelung
in Wirksamkeit tritt.
Ob und unter welchen Bedingungen einzelne Theile der Hauptkuppelungs-
vorrichtung zugleich für die Sicherheitskuppelung verwendet werden dürfen,
! unterliegt der Genehmigung der Aufsichtsbehörde.
Alle Kuppelungen und Verbindungsvorrichtungen müssen, wenn sie herab-
hängen, beim niedrigsten zulässigen Bulferstände noch mindestens 75 mm von
der Schienenoberkante entfernt sein.
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