Meyer, Georg
Grundzüge des Eisenbahn-Maschinenbaues: Die Lokomotiven — Berlin, 1883

Page: 276
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Die störenden Bewegungen der Lokomotive.

$ 115. Die in den Normen für die Konstruktion und Ausrüstung
der Eisenbahnen Deutschlands enthaltenen, hierher gehörigen Be-
stimmungen.
§ 37. Absatz 2. Der Durchmesser der Triebräder der Lokomotiven ist
anzunehmen:
für Züge, welche bis zu 25 km Geschwindigkeit in der Stunde fahren,
mindestens zu 0,9 m,

desgl. bis zu 30 km.1,1 m,
„ „ „ 45 km.1,2 m,

und bei mehr als 45 km.1,5 m.

Kapitel 5.
Die störenden Bewegungen der Lokomotive.
§ 116. Allgemeines. Sieht man aus einiger Entfernung einen
Eisenbalmzug vorüberfahren, so scheint es, als ob der ganze Zug sich
in der Weise fortbewege, dafs alle Theile desselben in Bahnen fort-
laufen, welche parallel der Bahnachse liegen.
Dieses ist indessen nicht der Fall, vielmehr finden in Wirklichkeit
während der Fahrt verschiedene unregelmäfsige Bewegungen der Eisen-
bahnfahrzeuge und namentlich der Lokomotive statt, deren Ursachen
theils in äufseren Einwirkungen, im Gleise, theils in inneren Kräften,
in der Konstruktion der Fahrzeuge selbst, zu suchen sind. Es sollen
nun hier zunächst die bei der Bewegung der Lokomotive vorkommenden
störenden Bewegungen betrachtet werden.
Dieselben äufsern sich entweder so, dafs sie regelmäfsig, in be-
stimmten Zeiten wiederkehren — alsdann nennt man sie störende Be-
wegungen im engeren Sinne —, oder sie besitzen diese Eigenschaft nicht.
In dem ersteren Falle, der allein liier näher ins Auge gefafst
werden soll, lassen sich die störenden Bewegungen unterscheiden in
solche, bei denen die ganze Lokomotive, und in solche, bei denen nur
ein gewisser Theil derselben in Betracht kommt. Letzteres ist möglich,
weil das Lokomotivgewicht durch Federn auf die Achsen übertragen
wird, und sonach an dem in den Federn hängenden Theile Bewegungen
statt finden können, an denen die Achsen nicht Theil nehmen.
In anderer Beziehung sind bei den störenden Bewegungen zu unter-
scheiden: Störungen in der fortschreitenden Bewegung der Lokomöive
und Störungen durch Drehbewegungen um drei auf einander rechtwinklig
stehende Achsen.
Störungen in der fortschreitenden Bewegung der Lokomotive
können eintreten:
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