Dietz, Alexander ; Dietz, Alexander
Frankfurter Handelsgeschichte / von Alexander Dietz (4.1) — Frankfurt am Main, 1925

Page: 205
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FÜNFTER ABSCHNITT.

EINZELNE HANDELSZWEIGE
SEIT 1690.

Kaffee, Schokolade und Tee.
In Frankfurt am Main haben sich die drei Getränke Kaffee, Schokolade und
Tee, welche in Europa eine so große Rolle spielen und die gefährlichsten Gegner
des Alkoholgenusses werden sollten, gleichzeitig in dem Jahrzehnt von 1680—1690
eingebürgert. In dem Warenlager des 1684 verstorbenen Materialisten Michael
Jordis in der Mainzergasse befanden sich 21'/2 Pfd. Kaffee und 23U Pfd. Kakao,
im Besitz des 1690 verstorbenen Seidenfärbers Josua Lemmö am Trierischen Plätz-
chen 1 Teekessel und 12 Paar Tee-Kopperger. Im folgenden Jahre werden wiederum
Teekessel und Teegeschirre von englischem und Frankfurter Zinn in den Haus-
haltungen des Materialisten Daniel Jordis und des Schöffen Liz. Zacharias Konrad
Uffenbach auf dem Hirschgraben, 1693 im Laden des Materialisten Johann Matthias
ßansa im Mohrenkopf 12 Pfd. Kaffeebohnen und 18 Pfd. Kakao, dagegen kein Tee*)
erwähnt. Seitdem wurden diese Kolonialwaren von fast allen Spezereihändlern
geführt, so 1712 von Ludwig Bonn, welcher in seinem Laden 74 Pfd. Kaffeebohnen,
*) Lersners Chronik I S. 28, II S. 27. — Battonn V S. 31. — Beyerbach, Verordnungen, S. 812,
869, 3185, 3186 und 3188. — Josef und Fellner, die Frankfurter Münzen, S. 375 und 390. —
Schnapper-Arndt und Brauer, Lebenshaltung I, S. 351—356. — Kriegk, Bürgertum, S, 343. — Battonn
VI S. 96 und 100.

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