Dietz, Alexander ; Dietz, Alexander
Frankfurter Handelsgeschichte / von Alexander Dietz (4.2) — Frankfurt am Main, 1925

Page: 619
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Wachstuch, schließlich baumwollene und seidene Siamoises und Flanelle. Daneben
betrieb Johann Friedrich Müller in Niederrad während dreißig Jahren eine blühende
Kattunfabrik. An der Aachener Industrie waren Heinrich Anton Bruckner, Johann
Siegmund Hahn & Sohn und Gebrüder Manskopf beteiligt. In Belgien hatten die
Gebrüder Bernus seit etwa 1700 große Tuchfabriken betrieben.
Von Seidenfabriken sind in erster Linie diejenigen von Firnhaber hier und in
Offenbach und die Seidenstrumpffabriken von „Freyer sei. Witwe & Wuppermann“
in Hanau und Offenbach zu erwähnen.*)
23. Druckerschwärze- und chemische Farbfabriken. Nachdem die
in der Zeit von 1650—1680 so bedeutende Fabrikation von Druckerschwärze wieder
eingegangen war, vergingen fast 100 Jahre, bis wieder neue Farbfabriken ent-
standen. Es waren dies die anfänglich miteinander vereinigten der Materialisten
Schüttenhelm & Gümbel und J. P. Saueracker in Niederrad.**)
In dem Handlungsadreßkalender des Jahres 1792 werden insgesamt 45 Fabriken
genannt, welche sich auf 20 verschiedene Erzeugnisse verteilen. Unter ihnen gab
es jedoch damals nur eine wirklich bedeutende Fabrikation: diejenige des Tabaks.
Im Übrigen herrschte große Mannigfaltigkeit.

Blick in den Dom während der letzten Kaiserkrünung von 1792.

*) Bd. IV, S. 306 und Bd. V, S. 458.
**) Bd. IV, S. 337 und Bd. V, S. 592 u. 593.

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