Hagen, Wilhelm
10 Jahre Nachkriegskinder von Wilhelm Hagen ; Hans Thomae ; Anna Ronge — München, 1962

Page: 95
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Die Personen in der Umwelt des Kindes

1. Kinderzahl, Geschwisterstellung, Haushaltsgröße,
Familien mit Veränderungen in der Kinderzahl
Eine rein quantitative Bestandsaufnahme der 1955 zur Untersuchung er-
schienenen Kinder ergibt im Vergleich zu den 1952 erstmals Erfaßten eine
Abnahme von rd. 15%, an der die einzelnen Untersuchungsstellen unterschied-
lich beteiligt sind (Tabelle 16). Den größten Rückgang hatten die USt 1 und 2

Tabelle 16
Die 1952 und 1955 untersuchten Kinder nach Untersuchungsstellen

USt
1952
1955
Kn.
Md.
ZUS.
Kn.
Md.
ZUS.
abs.
abs.
abs.
abs.
%v. 52
abs.
%v. 52
abs.
% v. 52
1
265
241
506
208
78.5
181
75.0
389
76.8
2
268
272
540
204
76.0
211
77.5
415
77.0
3
253
246
499
209
82.6
225
91.5
434
87.0
4
238
244
482
183
76.9
214
87.7
397
82.3
5
275
234
509
244
88.8
217
92.7
461
90.6
6
236
249
485
208
88.1
219
88.0
427
88.0
zus.:
1535
1486
3021
1256
81.8
1267
85.2
2 523
83.5

(Frankfurt und Nürnberg) zu verzeichnen, wo 1955 je 23% der Kinder aus-
fielen. Trotz dieses Ausfalls sind die 1955 untersuchten Kinder praktisch noch
als dieselben Personengruppen wie 1952 anzusehen. Für das Fernbleiben von
den Untersuchungen in den ersten Jahren sind neben besonderen Ereignissen,
wie Um- oder Wegzug u. ä. offenbar in der Hauptsache Gründe allgemeiner
Natur, wie Bequemlichkeit, mangelndes Interesse, Verständnislosigkeit usw.
maßgebend gewesen. Eine Aufgliederung der Haushalte nach der Geschwister-
zahl, die einen Hinweis auf eine überdurchschnittliche Belastung der Mutter mit
hausfraulichen Aufgaben als etwaigen Grund für das Fernbleiben geben könnte,
zeigte für Familien mit 6 und 7 Kindern zwar einen leichten bis erheblichen

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