Hagen, Wilhelm
10 Jahre Nachkriegskinder von Wilhelm Hagen ; Hans Thomae ; Anna Ronge — München, 1962

Page: 119
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Tabelle 39

Von 100 Haushalten bezogen ein Einkommen von .2.
bis ... DM
bis 300
301-500
501-800
801 und mehr DM
ohne
Angaben
N
1952
10.6
45.3
19.6
4.4
20.1
2964
1955
7.1
35.3
26.2
13.5
17.9
2521

Die grundsätzlich interessierende Frage, inwieweit durch die Fälle „ohne An-
gabe“ ein die tatsächlichen Verhältnisse verfälschendes Bild vermittelt wird,
konnte dahingehend beantwortet werden, daß ein Prozentsatz von ca. 10 dieser
Fälle sich nur unwesentlich auf die Anteile der USt an den Einkommensgrup-
pen auswirkt, daß darüber hinaus aber erhebliche Verschiebungen auftreten.
Das trifft hier bei Außerachtlassen der Fälle „ohne Angaben“ in beiden Er-
hebungsjahren besonders für die Situation in USt 1 zu, wo die kleineren Ein-
kommensklassen erheblich über dem Durchschnitt liegen, die höheren dagegen
unterdurchschnittlich besetzt sind. Die Frage muß offen bleiben, ob in Frank-
furt gegenüber den anderen USt mehr Familien mit niedrigen Einkommen an
der Untersuchung beteiligt sind, oder ob sich die Familien mit höheren Ein-
kommen häufiger als anderswo der Beantwortung entzogen haben. Es besteht
hier keine Sicherheit darüber, ob man die „Fälle mit Angabe“ als eine auslese-
freie Stichprobe aus der Gesamtheit der untersuchten Fälle betrachten darf. In
USt 5 dagegen ist die Beurteilung der Verhältnisse zuverlässiger, weil hier für
1952 fast lückenlose Angaben vorliegen. Die Außerachtlassung der Fälle „ohne
Angabe“ ergibt ein der Wirklichkeit entsprechendes Bild, wenn man andere
USt zum Vergleich heranzieht. Man darf für USt 5 annehmen, daß die Fälle
ohne Angabe sich zufallsmäßig auf die Einkommensklassen verteilen, daß also
die „Fälle mit Angabe“ eine auslesefreie Stichprobe der Gesamtheit sind.
Im Ganzen ergibt ein Vergleich der Anteile der einzelnen Einkommensklas-
sen in den Jahren 1952 und 1955 (Tabelle 40) einen beachtlichen Anstieg der
höheren Einkommensklassen, in dem neben der altersmäßigen Erreichung der
nächsten Lohn- und Gehaltsstufe der allgemeine wirtschaftliche Aufschwung
dieser Zeit mit seiner z. T. automatischen Lohn- und Gehaltserhöhung zum Aus-
druck kommt. Bei unterschiedlichen Ausgangspositionen sind 1955 überall
Rückgänge in den niedrigen Einkommensgruppen bis zu 500 DM und An-
stiege in den höheren Gruppen ab 500,— zu beobachten. Eine Ausnahme macht
der Landkreis Grevenbroich, der die höchsteQuote an Einkommen bis 300 DM
aufweist — fast 22% 1952 und noch 15% 1955, und 1955 bereits eine leichte
Vermehrung der 301 —500,— DM-Einkommen zeigt. Hier bedeutet diese Ein-

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