Spranger, Eduard
Das Gesetz der ungewollten Nebenwirkungen in der Erziehung — Heidelberg, 1965

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VORWORT

Das dritte Heft, das sich den beiden früheren, im glei-
chen Format erschienenen Abhandlungen: „Der Eigengeist
der Volksschule“ und „Der geborene Erzieher“ wider Er-
warten hinzugesellt, hat mit ihnen die Absicht gemeinsam,
ein Beispiel zu geben, wie man an den Ausbildungsstätten
für künftige Lehrer philosophisch-pädagogische Gedan-
kengänge durchführen kann. Es kommt — wie bei einer
botanischen Exkursion — darauf an, einen Weg zu wäh-
len, auf dem man möglichst viele interessante und proble-
matische Stellen berührt. Im vorliegenden Fall ist außer-
dem ein Kunstgriff angewandt worden. Wenn ich im vor-
aus verriete, worin er besteht, verlöre er seinen Reiz.
Eben dieser Kunstgriff aber hat einen etwas langatmigen
Titel des Ganzen zur Folge. Warum ich nicht den von
Wilhelm Wundt her bekannten Ausdruck „Das Prinzip
der Heterogonie der Zwecke“ übernommen habe, ist im
Text begründet worden.
Zur systematischen Verdeutlichung ist als Anhang eine
Abhandlung wieder abgedruckt worden, die ich im Jahre
1957 für die Festschrift meines inzwischen verstorbenen
Freundes Ernst Otto geschrieben habe. Auch sie bringt
mehr „gelegentliche Gedanken“ als streng systematische
Erörterungen. Denn nicht jeder, der sich für pädagogische
Grundfragen interessiert, ist geneigt, sich in das volle
Dickicht der Philosophie hineinführen zu lassen.
Ein „erwünschter Nebenerfolg“ dieser Schrift wäre es,
wenn die Enthusiasten der Schulreform einsähen, daß es

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