Odenwälder Hartstein Industrie A.-G. Darmstadt. 1898 -1923 — Darmstadt, 1923

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Die Odenwälder Hartstein-Industrie blickt in diesem Jahre
auf ein 25 jähriges Bestehen zurück. Sie wurde 1898 errichtet
und war aus der Vereinigung der offenen Handelsgesellschaft
Breitwieser & Co. zu Oberramstadt und der Finna Gebrüder Leferenz
in Heidelberg hervorgegangen. Die erftere besaß Steinbrüche ain Roßberg
bei Roßdorf, etwa 7 km öftlich von Darmftadt gelegen, und baute auf Basalt,
die letztere hingegen betrieb einen Steinbruch bei Niederramftadt, etwa
5 km südöstlich von Darmftadt, in dem ursprünglich ein kristalliniscJies
Gestein, das den Namen Diabashornfels erhalten hatte, gefördert wurde.
ln späterer Zeit hat die Firma noch weitere Steinbrüche in Be-
trieb genommen, sowohl solche auf Basalt, so im Wefterwald nahe dem
Dorfe Hundsangen bei Steinefrenz, nordweftlich von Limburg, wie auch
auf Melaphyr, so bei Monzingen an der Nahe, öftlich von Kirn.
Lieber die technische Einrichtung der Steinbrüche sei nur kurz
erwähnt, was sich eigentlich für jeden Fachmann von selbst verlieht,
daß nämlich alle in Anlage und maschinellen Hilfsmitteln der Neuzeit
entsprechend ausgeftattet sind. An den großen älteren Brüchen beftehen
überall vollftändig eingerichtete Steinbrechereien, Plattenfabrik und Re-
paraturwerkftätten. Die Förderung wird durch Dampf- und elektrische
Lokomotiven besorgt; ferner lind Drahtseilbahn, Aufzüge, Bremsberge
und Fahrftühle vorhanden, wo es die Verhältnisse erfordern. Die Be-
triebskraft wird durch Dampfmaschinen und Elektromotore erzeugt.
Die Werke liefern einesteils Formfteine, sowohl für Reihenpflafter
in den gebräuchlichen Formaten, wie auch für Kleinpflafter, ferner Rand-,
Bordfteine und Stufen, vor allem in großen Mengen Kleinschlag für
Straßen- und Eisenbahnbau, und endlich Wasserbaufteine und Kunftftein-
platten.
Das Rohmaterial aus den Steinbrüchen ift sowohl seinem geolo-
gischen Vorkommen nach wie auch in seiner mineralogischen Zusammen-

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