Spiro, Ernst
Ueber die Wirtschaftlichkeit der zur Zeit gebräuchlichsten Hebezeuge in Lokomotiv-Werkstätten der Eisenbahn-Verwaltung — Darmstadt, 1914

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I. Einleitung.

Der Verein Deutscher Eisenbahn-Verwaltungen (Technikersammlung) hat den ihm angehörenden
Verwaltungen im Jahre 1900 die Frage vorgelegt: „Welche neueren Einrichtungen mit mechanischem
Antriebe zum Heben der Lokomotiven und der schweren Wagen sind im Gebrauch und wie bewähren
sie sich?“
Die Antworten von 31 Verwaltungen sind im 13. Ergänzungsbande des Organs 1903 S. 265
zusammengestellt. Hiernach hatten 11 Verwaltungen noch keine Hebevorrichtungen mit mechanischem
Antriebe, 5 Verwaltungen waren im Begriffe, solche Hebevorrichtungen zu bauen oder zu beschatten,
15 Verwaltungen hatten mechanisch betriebene Hebevorrichtungen.
Die Schlufsfolgerung des Berichtes lautet:
„Als Hebevorrichtungen mit mechanischem Antriebe werden verwendet für
a) Lokomotiven: elektrisch angetriebene Bock- und Laufkrane, elektrisch oder mittels Druck-
wasser oder Druckluft angetriebene Hebeböcke, die zwecks einer gleichmäfsigen Bewegung
durch Wellen und Gall’sche Ketten miteinander gekuppelt sind.
b) Wagen: mittels Druckwasser betriebene Hebeböcke, mechanisch oder elektrisch angetriebene
Hebeeinrichtungen.
Alle diese Einrichtungen haben sich bewährt.“
Die Entwicklung der Elektrotechnik hat inzwischen einen grofsen Umschwung in der Ausstattung
der Lokomotiv-Werkstätten mit Hebezeugen bewirkt.
Bis auf vereinzelte Ausnahmen sind die neueren Werkstätten mit elektrisch betriebenen Lauf-
kranen grofser Tragkraft ausgestattet worden. Hebeböcke und Bockkrane bilden jetzt eine Ausnahme.
Die wenigen vor Einführung des elektrischen Antriebes mechanisch betriebenen Krane mit
ihren verwickelten Antrieben konnten nicht zur Nachahmung veranlassen. Es sei nur an die Kran-
antriebe durch Dampfmaschinen in den Werkstätten von Krupp in Essen und an den im Organ 1903
S. 256 abgebildeten Antrieb in der Hauptwerkstätte Epernay (Abb. 1—4) erinnert. Die Unterhaltung
dieser Krane war schwierig, der Betrieb schwerfällig.


Abb. 1-4.


Riemen-Antrieb des Lokomotivkranes in der Hauptwerkstatt Epernay.

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