Spiro, Ernst
Ueber die Wirtschaftlichkeit der zur Zeit gebräuchlichsten Hebezeuge in Lokomotiv-Werkstätten der Eisenbahn-Verwaltung — Darmstadt, 1914

Page: 23
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V. Beurteilung- der verschiedenen Hebezeuge für die Verwendung
in Werkstätten verschiedener Größe.
Bei Beurteilung des in Abb. 40 dargestellten Gesamt-Ergebnisses ist zu berücksichtigen, dafs
1 ragkraft und Spannweite der Krane in den Vergleichswerkstätten aufserordentlich verschieden sind.
In Abb. 41 u. 42 sind die Werkstätten deshalb eingeteilt worden in solche mit Kranen bis zu 60 t
und in solche mit mehr als 60 t 1 ragkraft. Hiernach ergibt sich, dafs die Werkstätten mit Hebekranen
auch bei nur 12 Ständen in einer Kranfahrbahn (kleine Werkstatt) am wirtschaftlichsten sind. Die Abb. 41
zeigt insbesondere, dafs die
Bauart Meiningen mit Hebe-
kranen von 40 bis zu 60 t
und 13 m Spannweite für
so kleine Anlagen besonders
günstig ist. Bei so wenig Aus-
besserungsständen in einer
Kranfahrbahn sind besondere
Fahrbahnen für Leichtkrane
auch nicht erforderlich. Für
mittlere und gröfsere Werk-
stätten ist die Längsgleisform
mit der Trierer Betriebsweise
und Besetzungsform die wirt-
schaftlichste.
Neben der Wirtschaftlich-
keit besitzt die Längsgleisform
noch andere Vorzüge, die bei
der Wahl einer Bauform von
grofser Bedeutung sind. Vor
allem bleibt die wachsende
Abb 41 u 42. Zeichnerische Darstellung der jährlichen Gesamtbetriebs- 'Längenentwicklung der Loko-
kosten für 1 Ausbesserungsstand. motiven ohne Einflufs auf
die Hallen und Kranspann-
weiten. Wie die Lokomotivlängen in den letzten Jahren gewachsen sind, zeigt die kurze Angabe in
Uebersicht 15 Seite 52. Noch deutlicher geht dies aus der Verschiedenheit der Kranspannweiten
(Uebersicht 1 Seite 36—37) hervor; so erhielt Gleiwitz 1904 Krane von 11,94 m Spannweite, 1908 von
14,5 m und Magdeburg 1910 von 17,5 m.
Ferner sind hervorzuheben die kürzeren Arbeitswege, die besonders gute Uebersicht, die zweck-
mäfsige Ausgestaltung der Dächer und die günstige Erweiterungsfähigkeit.
Die kürzeren Arbeitswege und die gute Uebersicht folgen aus dem Fehlen der Innen-Schiebe-
bühne und aus der Reihenaufstellung der Lokomotiven.
Die günstige Erweiterungsfähigkeit geht aus Tafel 11 Abb. 4 und Tafel 14 Abb. 8 ( I rier und
St. Wendel) hervor. Nach den in Trier gemachten Erfahrungen können die Ausbesserungshallen
250 m Länge erhalten, ohne unübersichtlich zu werden.
Die günstige Dachform geht aus den Querschnitten auf Tafel 11 und 14 hervor. Die regel-
mäfsig abgestuften Dächer verringern die unangenehmen Wasser- und Schneeansammlungen und ver-


Abb. 41.
Werkstatt mit Lokomotiv-
Hebekranen bis 60 t Trag-
fähigkeit.

Abb. 42.
Werkstatt mit Lokomotiv-
Hebekranen über 60 t Trag-
fähigkeit.
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