Spiro, Ernst
Ueber die Wirtschaftlichkeit der zur Zeit gebräuchlichsten Hebezeuge in Lokomotiv-Werkstätten der Eisenbahn-Verwaltung — Darmstadt, 1914

Page: 68
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IX. Zusammenfassung.

Die Darlegung zeigt, dafs elektrisch betriebene Laufkrane wirtschaftlicher sind als die bis vor
10 Jahren in den deutschen Lokomotiv-Ausbesserungs-Werkstätten vorherrschenden Hebeböcke und die
noch vereinzelt gebräuchlichen Hebevorrichtungen mit Prefswasser- oder Luitdruckbetrieb.
Es sind zwei Arten von Lokomotiv-Hebekranen gebräuchlich:
L* Krane mit je 2 Laufkatzen, deren Fahrbahn senkrecht zu den Aufstellungsgleisen liegt (Quer-
gleiskrane).
2. Kran-Paare mit je einer Laufkatze, deren Fahrbahn parallel zu den Aufstellungsgleisen liegt
(Längsgleiskrane).
Die Betriebskosten der Quergleiskrane sind niedriger als die der Längsgleiskrane, weil zum
Heben einer Lokomotive 1 Kran genügt. Durch die Längsgleiskrane wird aber bei Anwendung der
Trierer Betriebsweise (Besetzung der 3 Gleise jedes Kranfeldes) soviel Raum gespart, dafs die Gesamt-
betriebskosten in mittleren und grofsen Werkstätten niedriger werden als die jeder andern Werkstätten-
und Betriebsform.
Die durch die Trierer Betriebsweise bedingte Beförderung der Lokomotiven über andere hinweg
ist bei der heutigen Vollkommenheit der Laufkrane unbedenklich. Auch bei der Quergleisanordnung
muls unter der schwebenden Last gearbeitet werden.
Neben der gröfseren Wirtschaftlichkeit bietet die Längsgleisanordnung den Vorteil, dafs die
wachsende Längenentwicklung der Lokomotiven auf die Spannweite der Krane ohne Einflufs ist, und
dafs die Uebersichtlichkeit dieser Werkstättenform und die bauliche Anordnung besonders günstig sind.

Druck von Gebrüder Grunert, Berlin S.W.
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