(Zweiter Teil): Kolonial- und Kleinbahnen: Bauliche Ausgestaltung von Bahn und Fahrzeug, Betrieb und Verkehr — Berlin, Leipzig, 1920

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II. Betrieb.

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Als durchgehende Bremse war auf den deutschen
Schutzgebietsbahnen die selbsttätige Luftsaugebremse
nach Körting und Hardy in Anwendung; beide Sy-
steme arbeiteten anstandslos zusammen. Auf der Otavi-
bahn war für die Personenzüge die Luftdruckbremse von
Schleifer eingeführt.

II. Betrieb.
Gesetzliche Vorschriften. Für den Betrieb der
ehemals deutschen Kolonialbahnen, die dem öffentlichen
Verkehr dienten, galten die Vorschriften des Abschnitts IV
(§ 45—73) der KBO. über Bahnbetrieb; sie lehnen sich
wie bei der Bahnanlage und den Fahrzeugen im wesent-
lichen an die Bestimmungen für Nebenbahnen in der
deutschen Betriebsordnung an. Für den Betrieb der
preußischen nebenbahnähnlichen Kleinbahnen mit Ma-
schinenbetrieb gilt der Abschnitt V: Bahnbetrieb, § 2G
bis 49 der BBv. v. 15. Jan. 1914, und für den der nicht-
preußischen Kleinbahnen Deutschlands Abschnitt D: Be-
triebsdienst, § 90—113 der Grz. vom 1. Jan. 1909. Die
Bestimmungen der BBv. gehen, ihrer Entstehung aus
neuester Zeit entsprechend, insofern am weitesten, als sie,
wie bereits an anderer Stelle erwähnt, auch eingehende
Vorschriften über die Meldung von Betriebsunfällen und
Störungen (§ 45), über die Dienstdauer und Dienstpläne
der Betriebspersonale (§ 49), über Maßregeln bei Feuers-
gefahr im elektrischen Betriebe (§ 43) und über Verfahren
bei Leitungsdrahtbrüchen (bei Bahnen mit elektrischer
Oberleitung, § 44) enthalten. Nachstehend sollen nur die
wichtigsten Abweichungen von den Vorschriften der
Haupt- und Nebenbahnen erörtert werden.
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