Elolombe ya Kamerun illustrierte Monatsschrift in dt. u. Duala-Sprache — Hamburg, No. 1.1908

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Sie erfte $rage unferer fdjinargen Sanböleute
αίδ fie bon bent $uftanbefommen ber „©lolombe
t)a Kamerun" hörten, lautete; „©tub anct) biete

fo fc^öne Käufer gunt ©tngen unb Sanken bauen",
aifo bie ®e[ang3= unb Sangfunft fo bere^ren, inirb
fie fef>r freuen; fie beerben fidj in biefent fünfte mit
ηηδ berioanbt fühlen. Sie Kameruner Küftenbe-

inoljner

ja befannttid) fe^r ntufifaltfd); ihr

bediiigednige (Silber) barin?" ®a§ mußten inir
ihnen natürlich berfprecfjen unb hoffen, ihnen in
ben fotgenben Söogen reichliche ^ituftrationen ge-
boten gtt hoben.
Sem Kätferbtlb auf ©eite 9 taffen inir einen
auêfithriichen Stuffajj über nuferen Katfer unb bie
faiferlid)e gamtlie folgen. 2Sir erzählen unferen gteitftimme bagu gu fingen. SSenn aifo bie Suata-

Sonfhftem befteijt auê biertet Sönen, fie treffen bie
fdjtnerfien ^nternalle haarfcharf unb finb fogar im-
ftanbe, eine ihnen gang neue Suaia=üDMobie fofort
nad)gufingen, ober nach einmaligem $ören eine 33e-

fd)inargen Sefern bann bon ben begintngenbett ©ha-
raftereigenfdjaften, bem ttmfaffenben Sßiffen, ber
enormen SCrbeitâleiftung, bem Seben SSilhetmê II.
©§ ift bie§ ein Shenta, boelc^eê bie Seute mehr αίδ
atte§ anbere intereffiert unb εδ ift feine teere
$ßhrafe, menu man behauptet, bah unfere fdjinargen
Sanbêteute ftolg finb, SSiÎtjelm II. auch ,/Unfer
Katfer" nennen gu bürfen.
©δ folgt bann auf ©eite 14 eine Stbbtlbung
beê größten ©otbaten ber Slrntee mit einem er-
flärenben Sejt, in bem auch bon ber trabitioneften
Vorliebe ber ^ohengoliern für grobe ©otbaten unb
ben „langen Κ^τϊδ" König $riebrtd) 23ίίί)είιηδ I.
èrgahit inirb.
Stuf ©eite 15 bringen inir bie Slbbtiöung bon
einem Suftfdjiff unb beffen ©rfinber, für bie Kante-
runer eine gang ungeheuerliche ©ache, ©ie inerben
bet bem Stnbticf biefer ^ttuftrationen unb ber Sef-
türe ber ©rfiärung attêrufen : „Mambo ma bakala
ma peti mese !" b. h· „Sie ©adjen ber ©urofmer
übertreffen αΙΙεδ!" Manche ©cefütcer aber inerben
glauben, inir inottten ihm einen SSüren aufbinben ;
hoffentlich inerben btefe εδ nod) erleben, bah ihnen
ba§ SSttnber in nidjt attguferner $ett ad oculos
bemonftriert inerben fann. SStr hatten urfbrünglicf)
bie Stbficht, ben lenfbaren 93atton beê· ©rafett
ßeppelin aögubtiöett nnb gtt erflären. SSir muffen
0αδ aber auf eine fbötere Stummer Oerfdjteöen unb
ginar αηδ foigenbent ©rmtb: ©in Suftfdjiff ift an
unb für fidj fchon eine Ungeheuerlichkeit für einen
Kameruner. SSähreub inir nun bon ber SJtögiidp

leute gunt ©tngen berfantmelt finb, fo fann ein
,,©omf)ontft", ber eine neue Sttelobie in ber 3

er-

fammlung gunt SSeften giebt, bon biefer erinarten,
bah fie ihm. fofort fein „opus" bter= ober fünf-
fttmmig borträgt.
Sie nächften 14 ©eiten enthalten eine αιιδ-
führtidje 33efd)reibung ^amburgê, Welcpeè ttächff
Berlin bei ben Kamerunern bie befanntefte beutfche
©tabt ift, ba bie Dampfer ber SSoermamt = Stute,
inelche ben Kßoft= unb $affagter>33erfehr gintfehen
Kamerun unb Seutfchlanb bermittetn, bon Hamburg
auêgehen. Hamburg ift aifo bie erfte beutfdje ©tabt,
inelche ein nach Seutfcfjianb reifenber Kameruner
gtt ©efid)t befontmt. iôefonbeiê auêführitch finb
bie ^>afeneinrtd)tungen unb bie ©d)tfffaf)rt behanbelt,
bie für bie Sttaia = Sente αΐδ Küfteubeinohner be-
fonbtreê $ntereffe hoben, ©benfo auêführltch hoben
inir bie iöörfe unb ihren gineef befcfjrtebett, inofür
mau bei ben Sttaia = Seuten, bie burch unb burd)
^ättbier ttttb Kaufleute finb, ein giemitd) ineit-
gehenbeê 93erftänbniö 0oraudfe|en barf. Oft fehlt
εδ natürlich Qn SuaIa=2Sorten, um ein ftareö SStlb
eineZ ©urof>äifd)en ©rohffobt = ©etriebeö geben gtt
fönnen, unb εδ bleibt bann fein anbereö SJtittel, αίδ
fid) mit ftarf forrftutbierteu SSorten ©urobötfeher
©brachen, bie. in Suaia üblich finb, gtt behelfen.
©otd)e SJtonftra finb g. 33.: Gobina ber ©ottber-
ueur; tebedi (0. engl, table) ber Stfd); medi (0.
engl, mail) s43oft, ©tfenbahn, ®amf)fer etc.; kalati
(n. ital. carta) gabier, iöttch, ^^itung ; maki Sftarf ; etc.
Sit bem nun fotgenben Strtifel über ^attbel
feit einer $Iugmafchine burch ben SSergteid) ber (nyuüga) ioirb barattf htogeiniefeit, iute ber rtefige

groben £ηί9ϋ^ε^Ια^δ=$ΙαιΙ)εη mit ben audgebrei-

Sluffthioung be% Sieutfihen ^anbetd in erfter Stute

teten glügetn ei\\e§> SIogeίδ ben Seuten fchon eher ber beutfdjen ^ubertäffigfeit, bem beutfct)en ^leih,

ein SStib eutioerfen fönnen, toürbe 0αδ Sßringib 0εδ

ttttb ber beutfd)en ©hrlichfeit gtt Oerbattfen ift; bah

5ΐΐίί0αΙίοηδ, aifo baδ ©etragentuerben burcf) ein nur burch foldhe ©tgenfchafteu ein bauernber 2Sohl-
©αδ, \velä)e§> leichter ift αίδ bie Suft, borläufig, ftanb gtt ergtelen ift. SSiele bcutfd)e Sefer tuerben

ηοφ auf bottfommerte S5erftänbniδtofjgfett ftohen.
5)te Stbbtlbung be§> Slttheren unb beδ inneren

gtoar glauben, bah toir mit folchett Set)ren tauben
Ohren ftrebigen. S(tίerbingδ fann fich ein SSolf,
είηεδ ©urohäifthen Sheaterδ auf ©eite 16 inirb auch Ιυείφεδ btéher baö gcfchäftlidhe Salent faft nur iit
ficher baδ j^ntereffe ber Kameruner hoben. Sieben ber ©d)touheit, ben anberen gu Überborteilen, ge-
fie jbod) felbft ©efattg unb Sang über αίίεδ. unb fehen hot, nicht bon heute auf morgen itt feinen
befitjen fogar eine, inenn auch äufjerft hrimitibe Strt gangen gefchäftlidjeu Slnfichten äubern, aber ben
0εδ fjngfhieB. Sie Satfache, „bah öte ©ttrofiäer atlgugrohen ^effimiften fönnen inir berfichent, bah
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