Elolombe ya Kamerun illustrierte Monatsschrift in dt. u. Duala-Sprache — Hamburg, No. 1.1908

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IV

eg in Kamerun eine gange Slnga'hf ©ingeborener giebt,
Jnelc^e eg burd) ermähnte gute ©igenfcfjaften gu
einem gemiffen Sßo'hfftanb gebraut fabelt, ober
recht guberfäffige Sfngefteffte ober $aftorei=Setter
eurohätfcher firmen ftnb.
©te Sfugmaf)! eineg „Sontang in fÇortfefcungeit"
toar auch nicht leicht; hoir hoffen mit „Sobtnfon"
bag Sichtige getroffen gu haben. ©te ©rgäfjfung
ift für feben Kameruner fahftch, bringt feine moberneu

müfjten bemnadj ben SMrchen boraugfchtcfen, bag
fie nidjtê aubereê afg ^antafie=©ebiibe fein foilen.
Siber auch fo mürben mir elenb ©cfftffbrucf) leiben,
benn jeber bon ber Kultur nicht alttgu belecfte ©uafa:
Sîann mürbe ung antmorten: „Sa, mag hat benn
bann bie gange ©efdficffte überhaupt für einen ©inn,
menu fie unmöglich unb unmafjr ift?", eine Slnt-
mort, bie eigentlich eine recht gefunbe ©enfmtgg-
meife berrät. $n biefer Segiehung benfen alfo
bem Slfrtfaner unbefannten ©inrichtungen, ba fie ja nufere fchmargen Sritber hoch anberg afg bie $tn-
ber, — ober foüten nufere Stüber bieff eicht bann

auf einer einfamen $nfef fhteft unb hat ihren SSert
burch ihre fange ©gifteng bemiefen.
3um ©cfffuh bringen mir bag fdfjaurig fchöne
Härchen bon 4?auff ,,©te abgehauene ^>anb" (Dia
di kebe) aüerbingg in ftarf afrifanifierter $orm.
3met ©uafafeute treffen ficfj in einer ^almmein-
^neihe, mo fie gemütlich hfaubern. ©in $rember,
mefchem bie rechte ^>anb fehlt, erfcheint nach einiger
$eit, mirb bon ben beiben anberen in ein ©efhräd)
gegogen unb giebt ftch afg ^ugenbfreunb ber beiben
anberen gu erfennen. ©r mar lange bon feiner
Heimat abmefenb unb hat utancheg Slbenteuer in
ber grernbe erlebt. Natürlich fragt man ihn bafb,
mie er feine §anb etngebüfü hätte unb er ergähft
barauf bie befannte ©efcfjichte (natürlich auch in
geeigneter $orm).
©g mirb bieffeicht bie beutfchen Sefer interef-
fteren, bah man in ber Sfugmaf)! bon „Härchen"
für nufere ©cffmargen nur fofdje mähten barf, bie
ftch tote bag oben ermähnte nicht tn’g Seid) ber
boüfommenen Unmögfichfett berfteigen. ©g fjethf
gmar immer, bah biefe Sente mie $inber emhfänben,
unb bag ift auch im allgemeinen richtig. Slber bei
ben Härchen fteht eg hoch etmag anberg (auêge-
nommen bie ©terfabefn, bie in ©uafa hetmtfch ftnb).
©iefe Sente mürben eine unmögiiche-©efchtchte ent-
meber glauben, mag fchmerfich gu ihrer Slufflärung
beitragen bürfte; ober fie mürben bie ©efcffichte
nicht glauben, jeboch bie Meinung erhalten, mir
mofiten fie belügen unb fie „berbummen". 2Sir

unb mann bagfefbe benfen, faiïê fie bie SSärdfen
nicht glauben?
8um ©d)tuh motfen mir nicht berfehfen, affen
firmen, mefche ung in Itebengmitrbtger 2Seife $Iiuftra-
tionen gut* Verfügung ftefften, an biefer ©teile
nuferen ©anf auggufhrechen.
©δ überliehen ung au $ffuftrattonen :
Soeioeg Vertag, fterbtnanb ©arf, ©tutt -

gart: ©te Sobinfon=Sifber.
Särenfagb" (©. 44).

„Südfehr bon ber

Serfag bon „2Beft unb tgaui", ©. m. b. φ.,
Seihgig : „©er ^aifer mit feinen ©offnen" (©. 13),
„©er gröhte ©ofbat bei ©entfielt £>eereg"

(©. 14)

„Sferohfan", 3 Silber (©. 15)

„©urohäifcheg ©heater", 2 Silber (©. 16) —
„^atfer 2Sifhefm=$afen in Hamburg" (©. 18),
„©te SImerifa im Hamburger tafelt" (©. 16),
„Silfterhabiffon in Hamburg" (©. 25).
©. Sieber, ^>ofhh°fograhhr Serfin unb
Hamburg: ©ag Sifb „$aifer SSilhefnt II." (©. 9).
elfjagen &Äfafing,Sethgtg: „Surg £>ohen-


goffern" (©. 11)
tin" (©. 12).

„Röntgt, ©chfoh tu Ser-

Serein gur $örberuttg bei $rcntbcnber -
fehrê, Hamburg: ©ibcrfe ^ffuftrationen gum
Sluffah über Hamburg (©. 17/32).
φ a nt b u r g = Si m c r t f a = S i n t e : ©ibcrfe 3>tfuftra-
tionen gum Sfuffab über Hamburg (©. 17/32).

Kameruner ÎÏÏonatsrenue.

3tt)erflc.
©in intereffanter Sericht bei ©tationèteitcrë
bon bem in ©üb^^îamerum gelegenen „Sofoborf",
bringt nachfofgenbe Sfitteifungcn über bag bort
haufenbe 3ΐα6ΐ:9δΰΙί ber Sagieffe: „97orböftfich bon
Sofoborf bifbet ein brei big fünf ©tunben breiter,
fchmach beböfferter Urmafbftreifen bie ©rengc
gmifchen ben 97gumba=, ^attttbe; unb Safofo-
©tämmen. Sor bem ©rfcheinen ber 97gumba foil
bie hiefige ©cgcnb nur bon Sagieffe-Seuten bemohnt

gcmefen fein, hierauf beutet auch bag feltene

ft

Sorfommen ber Olhafme im 9?gumbagebiet hin,
fo bah toohi angenommen merbcu fanrt, bah biefcg
3mergboff auch hicr (4utc ttad) SSiffmann int Ä'ongo-
Secfcit) bte Urbeböfferung barftelft. ©ic leben im
hiefigen Segirf im Urmafb in h^iattttben Jütten,
bie nur aug einem ntcbrtgcn ^Sultbach mit barunter be-
finblicherSäger: unbgeuerftättehefteten, ©ie.^üttens
hfähc merbcn häufig gemechfeft. ©ie Sagieffe haben
firfi fantificnmeife eingefnen Sfgumbas^äuhtfingen
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