Zeitschrift für das gesamte Lokal- und Straßenbahnwesen: Mittheilungen über Localbahnen insbesondere Schmalspurbahnen — Erster Jahrgang.1882

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AUSZÜGE AUS TECHNISCHEN ZEITSCHRIFTEN.

von der bei uns üblichen durchaus abweicht. Zwei Dampfcylinder befinden sich oben
auf dem Langkessel und arbeiten auf eine Vorgelegewelle, von welcher aus durch ein
Zahnrad die Bewegung auf die hintere, die Locomotive fortbewegende Achse über-
tragen wird. Nach Ausrückung obigen Zahnrades kann die Locomotive als Dampf-
Maschine benutzt werden, zu welchem Zwecke auf der Vorgelegewelle, dem Zahnrade
gegenüber, eine Kiemenscheibe angebracht ist. Die beiden Dampfcylinder liegen nicht
neben-, sondern hintereinander und besitzen eine gemeinschaftliche Kolbenstange. Der
vordere Cylinder ist weit grösser als der hintere und empfängt, ähnlich wie bei den
bekannten Woolf’schen Maschinen, seinen Dampf aus jenem Cylinder. Da beide
Kolben überall die gleichen Bewegungen machen, so hat man nur eine einfache
Maschine vor sich, die nicht ohne äussere Nachhülfe bei jeder Kolbenstellung in
Gang gesetzt werden kann.
Ebenfalls zu Derby ausgestellt war eine andere Locomotive für Bahnen mit
0,81 m Spurweite. Diese Maschine zeigt die bekannten Formen, wiegt dienstfähig
3l/4 Tonnen, ist einfach gekuppelt und soll sich, in Folge ihres kurzen Kadstandes
von 0,84 m und der kleinen Räder von nur 0,38 m Durchmesser, durch Curven von
7,6 m Radius bewegen können. (Engineering, Juli 1881.)
Secundärbetrieb und Secundärbahneu. Unter dieser Ueberschrift bringt
die Zeitschrift für Locomotivführer (V. Band — 11. Heft) einen Aufsatz, welcher sich
hauptsächlich mit der Frage beschäftigt, ob und unter welchen Umständen der Heizer
bei Secundärbahnzügen entbehrt werden kann. Der Autor dieser von reicher prak-
tischer Erfahrung zeugenden Abhandlung gelangt zu dem Resultate, dass sich auch
auf secundären Bahnen die Bedienung der Locomotive durch zwei Beamte empfiehlt
und dass die Fortlassung des Heizers stets bedenklich ist.
(Zeitschrift für Locomotivführer V. Heft II.)
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