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Zeitschrift für das gesamte Lokal- und Straßenbahnwesen — XI. Jahrgang.1892

Page: 57
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V.

Ueber die bei Bahnen anwendbaren Bremsen mit besonderer Rücksicht-
nahme auf die Secundär-Eisenbahnen und Trambahnen.
Von Rudolf Ziffer, Oberingenieur d. k. k. üsterr. Staatsbahnen.
(Schluss.)

V. Schlussfolgerungen.

Aus den im ersten Heft dieser Zeitschrift vorhergehenden Darstellungen über die
verschiedenen Bremssysteme ergiebt sich, dass aus Sicherheitsrücksichten bei Hauptbahnen
für den Verkehr der Personenzüge, insbesondere der Eilzüge, durchgehende Bremsen anzu-
wenden sind, deren Vorzüge und Nachtheile wir im Allgemeinen bereits erörtert haben
Solche Bremsen müssen folgenden Bedingungen entsprechen:
1. Sie sollen selbsthätig, möglichst kräftig und schnell in ihrer Wirkung und bei
allen Fahrzeugen gleichartig zu handhaben sein.
2. Ihre Wirkung soll controlirbar, regulirbar und anhaltend sein, aber nicht stoss-
artig erfolgen.
Die Bremswirkung soll im ganzen Zuge möglichst gleichzeitig und gleich-
massig vertreten und das Gleiten der Bäder auf den Schienen vermieden werden
3. Die Construction soll einfach, übersichtlich und für den Locomotivführer und
das Zugspersonal leicht verständlich, sowie von diesem und eventuell auch von
den Beiseuden leicht zu handhaben sein.
4. Die Bremsleitung und deren Verbindung (Kuppelung) zwischen den Fahrzeugen
soll leicht und sicher in betriebsfähigem Zustande zu erhalten und die Betriebs-
kosten möglichst gering sein.
Diesen Bedingungen scheint die Luftsangbremse (Vacuum-Bremse) wegen der Ein-
fachheit aller ihrer Bestandtheile und wegen ihres regelmässigen Functionirens am Meisten

zu entsprechen.
Die Iuftsaugbremse von Wenger dürfte mit Bücksicht auf das bedeutende Gewicht,
welches diese Bremse in Bewegung seist »ml welches tato* Gewicht des Wagens er-
höht, weniger zu empfehlen sei» um vortheilhaft gebraucht zu werden. Oeberd,es werden
wenn der zum Bedienen derselben bestellte Bedienstete die Klappe zu sebl.essen vergisst,
bevor die Maschine abgeknppelt wird, alle Bremsen angezogen und um dm verlorene Zeit
wieder einzubringen, wird eine gross« Störung im D.enste hervorgerufen. Es ist wahr, dass
dieser Ball selten Vorkommen kan«, aber es reiebt bin, dass er sich ereigne« kann, um
g
Zeitschrift f. Local- u. Strassentwbnen. 1892.
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