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Zeitschrift für das gesamte Lokal- und Straßenbahnwesen — XI. Jahrgang.1892

Page: 73
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VORRICHTUNG ZUM INGANGSETZEN VON PFERDEBAHN WA GEN.

VIII.
Vorrichtung zum Ingangsetzen von Pferdehahnwagen.
Von A. von Horn, Hamburg.
(Mit einer Abbildung im Text.)
Im Anschluss an die in Heft II, Jahrg. X, Seite 95, dieser Zeitschrift beschriebene,
von Herrn Huizer erfundene Vorrichtung zum Ingangsetzen von Pferdebahnwagen möge
hier noch eine andere Vorrichtung Erwähnung finden, welche bereits im Jahre 1884 von
Herrn N. C. H. Verdam, Assistent am Polytechnikum in Delft als Antwort auf eine,
von der Vereinigung für Local- und Trambahnen in den Niederlanden ausgeschriebene
Preisfrage eingesendet wurde. Aus Gründen, welche nicht zur Sache gehören, blieben weitere
Versuche unausgeführt.
Die Vorrichtung ist zufolge dem Wochenblatte „de ingenieur“ No. 32 kurz folgende.
Auf den beiden Wagenachsen sind Kuppelungen (Fig. 1) angebracht, welche aus Kegel-
kuppelungen A und Klauenkuppelungen B bestehen. Die losen Theile C der Kuppelungen
Figur l.
~ (7)


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sind mit Zähnen versehen, über welche eine gekreuzte Galle’sche Kette D läuft. Letztere
ist zum Theil durch Stangen E ersetzt, um das Passiren am Kreuzpunkt zu ermöglichen.
Auf jeder Plattform des Wagens sind 2 Hebel angebracht, welche auf Stahldrähte 1 und
2 und somit auf die Balanpen F wirken.
Beim Fahren in der Pfeilrichtung wird zuerst der Hebel von Draht 1 versetzt, wo-
durch die Klauenkuppelung der Achse I eingreift, diese mit der Achse umgedreht und somit
die Kette mitgenommen wird. An dem Punkte P der Kette sind 2 stählerne Federn be-
festigt, welche mit ihrem anderen Ende an dem W agengestell befestigt sind. Durch die
Bewegung der Kette werden diese Federn gespannt. Steht der Wagen still, so wird durch
Draht 2 auch die Kuppelung der Achse II festgesetzt, während behufs Ingangsetzen des
Wagens die Kuppelung der Achse I gelöst wird. Dabei können sich die Federn losspannen,
und es wird die Kette in derselben ßichtung bewegt wie beim Bremsen und somit der
Wagen in Gang gebracht. Mit einem Gewicht der Federn von 100 kg kann auf diese
Weise einem vollen Wagen von 3500 kg eine Geschwindigkeit von 1,2 m in 1 Secunde
ertlieilt werden.


Zeitschrift f. Local- u. Strassenbahnen. 1892.

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