Zeitschrift für das gesamte Lokal- und Straßenbahnwesen — XI. Jahrgang.1892

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DIE ÖFFENTLICHEN VERKEHRSANLAGEN IN WIEN.

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XII.
Die öffentlichen Verkehrsanlagen in Wien.1)
Von Rudolf Ziffer, Hainfeld.
(Mit 1 Tafel im Text.)
Dies ist die offizielle Bezeichnung der projectirten Bauherstellungeu und zwar:
1. der Wiener Stadtbahn,
2. der Kegulirung des Wienflusses, unter gleichzeitiger Anlage beiderseitiger
Sammelkanäle,
3. der Anlage von Hauptsammelcanälen beiderseits des Donaucanales,
4. der Umwandlung des Donaucanales in einen Handels- und Winterhafen,
welche dermalen Gegenstand der verfassungsmässigen Behandlung im österreichischen
Abgeordneteuhause bilden und für deren Ausführung auf Grund des Kegierungsprogrammes
der niederösterreichische Landtag mittelst Beschluss vom 15. Januar 1892 die Genehmigung
ertheilte.
Ebenso hat der Gemeinderath der Reichshauptstadt Wien mit Beschluss vom
27. Januar 1892 zu dem Programm für die finanzielle Sicherstellung und die Ausführung
der gedachten Verkchrsanlagen die Zustimmung gegeben.
Die von der Regierung in der XL Session 1892 eingebrachte Gesetzesvorlage enthält
5 Artikel, welche die Betheiligung des Staates in gleicher Weise, wie dies von Seite des
Landes Niederösterreich und der Gemeinde Wien beschlossen ist, nach Maassgabe des zu
bildenden Fonds ausspricht und die Regierung zur Aufnahme eines 4% innerhalb längstens
90 Jahren zu tilgenden gemeinsamen Anlehens ermächtigt, an welchem der Staat sich im
Maximalbetrage von 41 Millionen Gulden betheiligt.
Es wird ferner für die bezeichneten Verkehrsanlagen die Befreiung von Stempeln und
Gebühren für alle abzuschliessenden Verträge, zu überreichenden Eingaben und zu errich-
tenden Urkunden und sonstige Amtshandlungen und amtlichen Ausfertigungen ertheilt
und zwar:
1. bis zum Zeitpunkte der Vollendung der betreffenden Verkehrsanlagen zum Zwecke
der Capitalsbeschalfung, der Sicherstellung der Capitalsverzinsung und des
Betriebes;
2. bis zum Schlüsse des ersten Jahres nach Vollenduug der betreffenden Verkehrs-
anlagen zum Zwecke der Grunderwerbung, des Baues und der Instruirung,
(diese Begünstigungen haben auf die im gerichtlichen Verfahren in Streitsachen
stattfindenden Verhandlungen keine Anwendung);

i) Unter Mitbenutzung der 375 Beilagen zu den stenographischen Protokollen des österreichischen
Abgeordnetenhauses XI. Session 1892 (Regierungsvorlage) und 137 der Beilagen zu den stenographisshen
Protokollen des Herrenhauses XI. Session 1892. Bericht der Budgetcommission, Berichterstatter: Geheimrath
Freiherr von Czedik, 30. Mai 1892. Vergl. auch No. 1 Jahr 1892 der „Oesterreich. Eisenbahn-Zeitung“:
Die Wiener Stadtbahn; ferner Programm für die Wiener Verkehrsanlagen in „Wochenschrift des Österreich.
Ingenieur- und Architekten-Vereins“, Jahrg. 1891 S. 388, 423, 441, 454. 466. 482; ferner den Aufsatz:
Die Locomotiv-Eisenbahnen in Gross-Wien in „Zeitg. des Vereins deutscher Eisenbahn-Verwaltungen“
No. 44 Jahrg. 1891.
Zeitschrift f. Local- u. Strassenhahnen. 1892.

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