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Zeitschrift für das gesamte Lokal- und Straßenbahnwesen — XI. Jahrgang.1892

Page: 167
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LITERATtTRBERlCHT. — ALLGEMEINES. 167

Ausschusses erstatteten Vorschläge, dass die im Jahre 1893 erforderlichen Geldmittel
mittels eines Anlehens im Betrage von 20 Millionen Kronen durch Emission
von 4°/0igen Theilschuldverschreibungen zu beschaffen, welche nach Maassgabe des ein-
tretenden Bedarfes durch Verkäufe zunächst womöglich an Sparkassen und öffentliche
Fonds zu bewirken und deren Anerkennung der Pupillarsicherheit und die Gewährung
der Steuerfreiheit für die Zinsenbezüge aus den Couponszahlungen dieses
Anlehens zu erbitten wäre.
Hinsichtlich der zunächst in’s Werk zu setzenden Arbeiten wurde die Vergebung der
Arbeiten an der Demolirung der städtischen Wasserreservoirs bei der West-
balmlinie beschlossen und zur Kenntnis gebracht, dass die Projectsarbeiten hinsichtlich des
Bahnhofes Michelbeuern der Gürtellinie soweit vorgeschritten sind, dass die politische
Begehung voraussichtlich Ende November wird stattfinden können.
Durch die bisherigen Commissions-Verhandlungen und die hierdurch nothwendig ge-
wordenen neuerlichen technischen Studien, sowie durch die Nothwendigkeit der Verfassung
der Detailprojecte hat sich die ursprünglich für den Herbst beabsichtigte Inangriffnahme
der Bauarheiten für die Verkehrsanlagen derart verzögert, dass der Baubeginn günstigen-
falls erst im kommenden Frühjahre in Aussicht genommen werden kann.
Hainfeld, 20. Oktober 1892.

Literaturbericht.

a) Allgemeines.
I. Juristisches.
Abweisung einer Eutschiidigungsklngc. Wichtige Reichsgerichts-Entscheidung. Durch Anlage
eines zweiten Geleises in der Leipzigerstrasse zu Halle konnten Wagen vor dem Hause des Klägers nur
noch auf dem Geleise halten; diese mussten aber dort stets, gemäss Polizei-Verordnung, wie alle anderen
Fuhrwerke, den in Zwischenräumen von wenigen Minuten sich folgenden Pferdebahnwagen Platz machen,
und Kläger musste, wenn er aus seinem Thorweg fahren will, warten, bis der gerade kommende Pferde-
bahnwagen vorüber gefahren ist. Er fand darin eine erhebliche Entwerthung seines Hauses und klagte
auf Zahlung einer Entschädigung, wurde aber abgewiesen. Die Begründung des Urtheils siehe Quelle.
Danach sind die Vortheile, die ein Geschäftshaus durch die Beschaffenheit der Strasse hat, an welcher cs
liegt, darunter auch die Breite der Strasse, welche ein bequemes Vorfahren und Halten von Wagen gestattet,
rein thatsächlicher Natur; ihre Schmälerung durch andere Einrichtung begründet keinen Rechtsanspruch.
(Zeitschr. f. Transportw. 1892, S. 186.)
Als fahrlässige Gefährdung eines Eisenbahntransportes ist es zu betrachten, wenn ein Kutscher
seine Pferde neben einer Dampfstrassenbahn ohne Aufsicht stehen lässt, diese durch die Dampfbahn
scheu werden und dadurch ein Zusammenstoss herbeigeführt wird.
(Zeitschr. f. Transportw. 1892, S. 272.)
Gesetzentwurf betr. Bahnen unterster Ordnung in Prenssen. Mehrere Aufsätze hierüber siehe auch
(Glas er’s Annalen 1892, S. 50—51. — Zeitschr. f. Transportw. 1892, S. 124, S. 284, 302. —
Zcitg. d. Vereins D. Eisenb.-Verw. 1892, S. 412, 436, 502' u. 523.)
Bedenken gegen den preussischen Gesetzentwurf über die Bahnen unterster Ordnung von
Dr. Karl Hilsc, Berlin. (Zeitschr. f. Transportw. 1892, S. 154.)
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