Zeitschrift für das gesamte Lokal- und Straßenbahnwesen — XI. Jahrgang.1892

Page: 175
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ALLGEMEINES.

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Führungsrollen, dann die Seiltrommeln, die Greifervorrichtung und die Fahrzeuge im Speciellen; sodann
das Maschinenhaus, die Spannvorrichtung, Nutzbarmachung der Maschinenkraft, die Ausführung des Be-
triebes, die Krümmungen, Weichen, Drehscheiben, die Zuggeschwindigkeit, Aufeinanderfolge der Züge,
Betriebskosten; financielle Ergebnisse, schliesslich Vortheile und Nachtheile des Seilbetriebs. Der Aufsatz
ist im Wesentlichen Auszug aus einem im Novemberhefte 1891 des Street-Railway-Journal veröffentlichten
Bericht von J. Clifton Robinson.
(Zeitsclir. d. österr. Arch.- Ing.-Vereins 1892, S. 417—423. — Zeitschr. f. Transportw.
1892, S. 329, 347 u. 361.
Ueber Kabelbahnen. Kurze Beschreibung von 1) einer Kabelbahn in New-York mit 2 Figuren
und 2) der Los-Angeles-Kabelbahn in Californien. Mit Schaubild.
(Zeitschr. f. Transportw. 1892, S. 392.)
d) Eledrische Bahnen.
Ueber die verschiedenen Systeme der electrischcn Bahnen. Vortrag des Stadtbaumeisters
Bindley in Frankfurt a. M. Nach den Versuchen des Vortragenden erfordert ein Wagen von 3865kg
Gesammtgewicht an Zugkraft auf ebener Bahn 30—50 kg, in Curven von 200—16 m Radius: 100—209 kg
und in Steigungen von 1,87°/o bei 3,3m Geschwindigkeit: 150 kg. Zum Ingangsetzen des Wagens waren
erforderlich auf ebener Bahn 200—300 kg, auf Steigungen 200—250 kg und in Curven und Weichen
250—300 kg. — Verfasser hält den Betrieb mit Accumulatoren für das Ideal einer Strassenbahn und die
so betriebene Bahn für das Betriebsmittel der Zukunft. In Birmingham war der Accumulatorenbetrieb
bereits etwas billiger als der Pferdebetrieb. Ebendaselbst stellten sich die Betriebskosten beim Pferdebahn-
betrieb auf 89%, bei Dampfbahnbetrieb auf 70%, heim Seilbetrieb auf 49% und beim electrischcn auf
66% der Betriebseinnahmen. (Electrotechn. Zeitschr. 1891, Heft 46.)
Ueber Untergnuul - Systeme fiir electrischc Strassenbahnen fiir Städte von Ingenieur
P. Bölling in New-York. Angabe eines neuen Systems mit Verwendung von isolirten Schienen-
abtheilungen, welche durch kleine Leitungen (Feeders) von der Hauptleitung aus gespeist werden, nach-
dem durch den überrollenden Wagen durch magnetische Wirkung ein Contact hergestellt ist. Es unter-
scheidet sich von den Systemen von Lineff, Schuckert & Co. (cfr. 1892, S. 105) im Wesentlichen
dadurch, dass hierbei keine durchgehenden Schalter (Flacheisenbänder etc.) in einem durchgehenden
Canal, sondern einzelne, in Kästen gepackte Schalter angeordnet sind; letzteren wird der Strom durch
besondere kleine Leitungen zugeführt. Im Princip wird hierbei unter der Schiene ein cylindrischer Körper
angeordnet, der, durch die magnetische Wirkung angezogen, die Schiene berührt und so den Strom über-
führt; nach Passiren des Wagens fällt der Körper durch sein Gewicht, unterstützt von einer Feder, zurück.
Aus praktischen Gründen wird die Anordnung modificirt (Schaltkasten zwischen 2 halbe Schienen). Bei
diesem System soll weniger Kraft für die magnetische Wirkung verbraucht werden, als bei den ähnlichen
von Lineff etc. (Mit Abbild. Zeitschr. f. Transportw. 1892, S. 216 — 219. —
Mit Abbild. Electrotechn. Zeitschr. 1892, S. 301.)

Vermischtes.
* . . . . -
Das Grusonwerk in Magdeburg-Buckau hat das Gasmotoren-Geschäft der Firma Buss, Som-
bart & Co., Magdeburg (Friedrichstadt), einschliesslich der bezüglichen Patente und sämmtlicher
Fabrikationsmittel, käuflich erworben und setzt den Betrieb in seinen Werkstätten mit den bisherigen
Beamten und Arbeitern fort. Dasselbe beabsichtigt, das Geschäft noch weiter zu entwickeln.

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