Zeitschrift für das gesamte Lokal- und Straßenbahnwesen — XIII. Jahrgang.1894

Page: 35
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DIE FLENSBURGEI! STRASSENBAHN.

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Uebertrag . .
194910,00 Mk.
5. Geschirr.
1450,00 „
6. Schmiede und Inventar . . .
1340,00 „
7. Gewese.
45000,00 „
8. Concession.
52200,00 „
9. Caution.
2000,00 „
Zusammen . .
296900,00 Mk.
B. Passiva.
1. 833 Actien auf Inhaber ä 300
= 249900 Mk.
2. Hypotheken.
. 45000 „
3. Caution.
2000 ,
Zusammen .
. 296900 Mk.
Demgegenüber war der wahre Werth des gegründeten Objects wie folgt zu schätzen:
1. Bahnkörper.
30000,00 Mk.
2. 8 Wagen.
24000,00 „
3. 30 Pferde.
16000,00 .
4. Bekleidung.
1000,00 „
5. Geschirr.
500,00 „
6. Schmiede-Inventar ....
1300,00 „
7. Gewese (wirkl. Ankaufspreis) .
18000,00 ,
8. Concession.
9. Gründungskosten.
10000,00 „
10. Caution.
2000,00 „
Zusammen . .
102800,00 Mk.
Es ist begreiflich, dass bei einer solchen Gründung befriedigende ltesultate nicht

leiclit erzielt werden konnten.
Das erste Betriebsjahr 1881 82, welches den Zeitraum vom 1. Mai bis ultimo März,
also 11 Monate umfasste, lieferte indessen einen recht guten Abschluss, indem für die be-
förderten 501722 Personen ohne Schüler = 52868,68 Mk.
und für Sonstiges = 1618,22 „
Zusammen 54486,90 Mk.
vereinnahmt wurden, und konnte vom Keingewinn im Betrage von 13285 Mk. 60 Pf. nach
Abzug der Abschreibungen eine Dividende von 6 Mk., d. i., circa 2 °/0 auf die Actie ver-
thcilt werden. Es war die in dem ersten Geschäftsjahre erzielte Einnahme die höchste,
die die Bahn je erreicht hat und war auch dieses Jahr bisher das einzige, in welchem die
Actionäre eine kleine Dividende erhalten konnten.
Der Betrieb wurde mit 6 Wagen und 30 Pferden derart geregelt, dass die Wagen
in Zwischenräumen von 8 Minuten fuhren. An Personal waren 22 Mann vorhanden, und
zwar: 1 Inspector, 8 Conducteure, 8 Kutscher, 1 Schmied, 3 Stallknechte und 1 Nachtwächter.
Die Hoffnungen, die man an das junge Unternehmen gestellt, sollten und konnten
sich nicht erfüllen und der Abschluss pro 1882/83 zeigte einen llückgang in den Ein-
nahmen und ein Plus in den Ausgaben, sodass eine Dividende nicht vertheilt werden konnte.
Man hatte jedoch die Pferdebahn durch Ankauf eines Grundstücks von ca. 6'l2 Hektar
Fläche, für welches 6700 Mk. bezahlt wurden, vergrössert.

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