Zeitschrift für das gesamte Lokal- und Straßenbahnwesen — XIII. Jahrgang.1894

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ELEKTRISCHES LÄUTEWERK FÜR NEBEN- UND KLEINBAHNEN.

dürfte und der Durchgangsverkehr wird stets auf den am Fusse des Gebirges befindlichen
Hauptbahnen bleiben.
Die beiden Meterspurbahnen Hildburghausen - Heldburg - Friedrichshall
und Unterneubrunn-Eisfeld, beides Herzoglich Meiningische Staatsbahnen, sind eben-
falls als Folgen der Feldabahn zu betrachten, wie denn thatsächlicli die Anregung zu einer
grossen Anzahl von Projecten im In- und Auslande von der Feldabalm ausgegangen ist.
VI. Schlusswort.
Der Verfasser hat geglaubt, gegenüber den zum Theil recht wunderlichen Strömungen,
die sich neuerdings im Kleinbahnwesen geltend machen und die oft von Personen aus-
gehen, denen jede sachliche Berechtigung dazu fehlt, diese auf Thatsachen
beruhenden Rückblicke auf die Feldabahn der Oeffentlichkeit übergeben zu sollen; er hofft
damit der Sache der Kleinbahnen einen guten Dienst zu erweisen und wünscht nur, dass
seine Warnungen hier und da auf fruchtbaren Boden fallen mögen!
Berlin, im Mai 1894.

V.
Elektrisches Läutewerk für Neben- und Kleinbahnen.
Von Oberingenieur L. Kohlfürst in Kaplitz.
(Mit 2 Abbildungen im Texte.)
Es kommt bekanntlich immer häufiger vor, dass auf Neben- und Kleinbahnen,
wo die Benutzung gewisser ständiger Signalvorrichtungen ausser Betracht gelassen oder
wenigstens nur ganz ausnahmsweise für einzelne Bahnstellen in Aussicht genommen war,
nachträglich mit solchen Anbringungen im vermehrten Maasse vorgegangen werden muss.
Hierbei handelt es sich in vorderster Reihe um jene Signale, welche an stark benutzten
Bahnübergängen die Annäherung von Zügen oder Fahrzeugen zu verkünden haben, oder
die sich als geboten heraussteilen zur Sicherung besonderer Ein- Aus- oder Durchfahrten
oder für die Deckung von festen oder beweglichen Brücken, von Tunnels, oder von ge-
meinsam benutzten, eingleisigen Strecken u. s. w. u. s. w. Solchen Nöthigungen wird
man allerdings in der Regel so lange als möglich aus dem Wege zu gehen trachten, ob-
wohl dieselben viel von ihrer Unliebsamkeit verlieren, falls sie eben nur aus der Steigerung
des Verkehrs und der dadurch bedingten Erhöhung der Fahrgeschwindigkeiten hervorgehen.
Unter allen Umständen bleibt es jedoch jenen Bahnen, auf welchen keine ständige Bahn-
bewachung eingeführt ist, schon aus wirthscliaftlichen Gründen wünschenswerth, für die
zu errichtenden ständigen Signale Vorrichtungen in Verwendung bringen zu können, welche
mehr oder minder selbstthätig wirken und auch zu ihrer Pflege und Wartung so wenig
als möglich der menschlichen Nachhilfe bedürfen.
Von diesem Gesichtspunkte betrachtet, werden also im Allgemeinen sowohl als ins-
besondere dort, wo das Signalzeichen, wie beispielsweise bei den unbewachten Bahnüber-
wegen, in erster Linie dem Publikum zu gelten hat, den sichtbaren Signalmitteln hörbare
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