Zeitschrift für das gesamte Lokal- und Straßenbahnwesen — XIV. Jahrgang.1895

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DIE TRANSPORTEUR-CONSTRUCTIONEN. — VERMISCHTES.

Die Transporteur-Constructionen.
Bezüglich der neuerdings hervortretenden, verschiedenen Constructionen möge es mir
gestattet sein Folgendes zu bemerken.
Alle als neu angepriesenen Rollbocksysteme zum Transport von Hauptbahnwagen
auf Schmalspurbahnen, welche den unter 1, 2 und 3 angeführten Bedingungen entsprechen,
sind, mit kleinen Modificationen in der Ausbildung der Constructionen, dem „Patent-
Tran sporteur-System Langbein“ nackgebildot und haben keinen Anspruch auf
Neuheit.
1. Armirung der Hauptbahnwagenachsen durch je einen Rollbock.
2. Befestigung der Hauptbahnwagenachse auf der im Rollbock drehbaren Traverse.
3. Selbstthätiges Auf- resp. Abladen des Hauptbahnwagens auf und von den Roll-
böcken durch Heben resp. Senken der Rollböcke gegen die zu armirende Haupt-
bahnwagenachse vermittelst der zu einander geneigt construirten Hauptbahn- und
Schmalspurbahn-Qchienenstränge.
Rollböcke obiger Construction wurden zum ersten Male im Jahre 1885 vom Unter-
zeichneten ausgeführt und an die Königlich Sächsische Staatseisenbahn geliefert.
Saronno, im Juli 1895.
Paul Langbein.

Ye r m i s c Ii t e s.
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Patent-Petroleum-Gas-Fackel der Firma W. Hanisch & Cie>
Inh Otto Schmidt, Berlin N. 24, Oranienburgerstrasse 65. Alle Nacht-
arbeiten, die von Eisen- und Pferdebahnen, Schiffswerften, Wasser-Bau-
unternehmern u. s. w. ausgeführt werden müssen, erleiden eine wesentliche
Verzögerung durch die ungenügende Beleuchtung, welche Laternen und Pech-
fackeln erzeugen. Diesem Uebelstande ist durch die Patent -Petroleum-
Gas-Fackel, System Wells, deren Lichteffect bei Weitem grösser, ruhiger
und heller ist, abgeholfen. Die Fackel besteht aus einem gusseisernem
Behälter zu ein oder zwei Litern Inhalt behufs Aufnahme des Petroleums.
Durch ein am unteren Ende des Behälters senkrecht abgehendes Gasrohr,
welches in seinem unteren Theile unter stumpfem Winkel nach vorn gebogen
ist, wird das Petroleum nach dem Brenner, welcher am Ende des Rohres
aufgeschraubt ist, geleitet. Die Regulirung des Petroleumzuflusses von dem
Behälter nach dem Rohre wird durch einen seitlich angebrachten Hahn
bestimmt Den Austritt des Petroleums am Brenner regulirt eine nach oben
spitz zulaufende Schraube mit Flügelmutter. Die Construction ist die
denkbar einfachste, ebenso die Handhabung und Bedienung bei absoluter
Gefahrlosigkeit und “sicherer Regulirung. Man kann die Fackel in Folge
der vorzüglichen Anordnung sowohl als Ständer-, Hänge-, wie Haudfackel — also als universellen Beleuchtungs-
Apparat von bisher unerreichtem Lichteffect, verwenden. Die Unterhaltungskosten stellen sich ca. 50 pCt. billiger
als bei den Gasstofflampen. Brenndauer bei einem Inhalt von zwei Litern ca. 5—6 Stunden. Alle
Verwaltungen, Privat-Baunnternehmer etc., welche diese Fackel verwandt haben, von denen wir z. B. die
Kgl. Militair Eisenbahn, die Kgl. Eisenbahn-Directionen zu Berlin, Cöln, links- und rechtsrheinisch, Hannover,
Minden und Bromberg, sowie die Pferdebahn-Gesellschaften zu Berlin, Frankfurt a. M., Magdeburg, Potsdam,
Strassburg, Fürth und Nürnberg und die Kaiserlichen Wasser-Bau-Inspectionen zu Colmar i. E., Saarburg i. L.
und Halle a. S. etc. etc. nennen, sprechen sich bezüglich der Brauchbarkeit und praktischen Verwendbarkeit
durchaus anerk
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