Zeitschrift für das gesamte Lokal- und Straßenbahnwesen — XXI. Jahrgang.1902

Seite: 63
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Besprechungen.
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Dr. M. Rosenthal, Gerichtsassessor, Reichs-Gewerbe-Ordnung. Leipzig 1901.
Dieterich’sche Yerlagshandlung. 241 S. (1,80 Mk.).
Der Wortlaut der Gewerbeordnung ist gerade in den letzten Jahren wiederholt
geändert, so dass es oft Schwierigkeiten macht, sich über die neuesten Bestimmungen zu
unterrichten. Die handliche Textausgabe des Gesetzes, das ja wegen des Abschnittes über
die Arbeiter auch für die Bahnen von Bedeutung ist. bringt das jetzt geltende Recht
mit kurzen Verweisungen und einem Verzeichniss der reichs- und landesgesetzlichen Aus-
führungsbestimmungen.
E. Christiani, Amtsgerichtsrath, Bürgerliches Rechts-Lexikon. Berlin 1901.
Heine’s Verlag. Zweite Auflage. 415 8.
Ein vorzugsweise für Nichtjuristen geschriebenes Buch! Die systematischen Er-
läuterungen, welche allenthalben die Belegstellen des bürgerlichen und des Handelsgesetz-
buchs, sowie der wesentlichsten sonstigen bürgerlichen Reichsgesetzgebung anführen,
erleichtern dem Nichtfachmann das Verständnis für die Vorschriften mehr als die in erster
Linie für Juristen geschriebenen Kommentare.
Dr. G. Eg er, Regierungsrath, Eisenbahnrechtliclie Entscheidungen und
Abhandlungen. Zeitschrift für Eisenbahnrecht. XVII. Band. 3. Heft.
Breslau 1901. J. U. Kerns Verlag.
Die Zahl der mitgetheilten Entscheidungen beträgt 75. Bei deren Durchsicht fällt
auf, dass diejenigen aus dem Haftpflichtrecht in der Abnahme begriffen sind, offenbar, weil
durch die sehr reiche Rechtsprechung nahezu alle Rechtsfragen dieses Gebietes gelöst sind.
Nur bezüglich der Haftpflicht der Strassen-, insbesondere der elektrisch betriebenen Bahnen
ist die Rechtsausbildung noch nicht vollendet, bezüglich ihrer ist die Urtheilsziffer eher
noch im Steigen begriffen. Im Vordergrund des Interesses steht das internationale Fracht-
recht, dem sich nach und nach alle Handelsgesetzbücher der betheiligten Staaten anpassen.
Die Reihe der Abhandlungen beginnt Eg er mit einer Erläuterung des § 37 der
Verkehrsordnung. Deren Angliederung an das neue Handelsgesetzbuch hat zu einer voll-
ständigen Durcharbeitung und damit zu einer sehr bedeutsamen Aenderung der Bestimmungen
über die Gepäckträger Anlass gegeben. Die neu begründete Haftpflicht der Eisenbahn
für die Eisenbahngepäckträger entspricht dem Streben der neueren Gesetzgebung, die
Haftpflicht von dem Einzelnen mehr und mehr auf die Körperschaften überzuleiten und
füllt insofern eine Lücke aus, als die Haftung damit auch für die letzte Classe der an
der Bahn angestellten Personen eingeführt ist.
In einer zweiten Abhandlung wendet sich Kreisgerichtsrath Dr. B. Hilse gegen die
jetzige Uebung der Gerichte, den Berufsgenossenschaften Zinsen für ihre Haftpflicht-
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