Zeitschrift für das gesamte Lokal- und Straßenbahnwesen — XXI. Jahrgang.1902

Page: 71
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BETRIEBSERGEBNISSE DER VERLEGBAREN BAHNEN ETC.

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Nach den vorstehenden Ausführungen und Erklärung der Ueberlegenheit meiner ver-
legbaren Bahnen über die Förderbahnen mit Schwellen dürfte der Erlass des Ministeriums
für Elsass-Lothringen, Abtheilung für Finanzen, Gewerbe und Domänen vom 15. Juni 1899
nicht mehr wundern, in welchem wörtlich steht: „Die nothwendigeu Verlängerungen der
jetzt vorhandenen Strecken müssen mit verlegbaren Schienen derart her ge-
stellt werden, dass das Planum künftig als Abfuhrweg benützt werden kann“, und
zwar damals schon auf die ersten Anfänge hin, ohne dass die überraschenden Betriebs-
Ergebnisse auf hartem Boden und auf Neubau gegenüber den Schwellengeleisen bekannt
waren. Den Ausschlag gab neben der billigen Verlegbarkeit die Vorführung der schwer
beladenen Züge und deren ruhiger, sicherer Gang.
Zum Schluss erlaube ich mir noch die hauptsächlichsten Eigenschaften meiner ver-
legbaren Geleise, wie sie auch aus der vorstehenden Abhandlung zum grössten Theile
hervorgehen, zu erwähnen:
1. Vollständig gleichmässige Widerstandsfähigkeit in horizontaler und verticaler
Richtung.
2. Gloichmässiges Verlegen in der geraden Linie und in der Curve.
3. Schnelle und leichte Herstellung der Uebergänge aus der Geraden in die Curve
und umgekehrt, sowie der Spurerweiterungen in den Curven.
4. Vollständiges Festliegen der Geleise, kein Wandern.
5. Schnelles und billiges Verlegen.
ö. Sofortige Betriebsfähigkeit, selbst auf Neubau mit Lokomotive.
7. Höchste Betriebs- und Belastungsfähigkeit
8. Anwendung in Steigungen, soweit es überhaupt die Adhäsion zwischen Schienen
und Rad für einen gesicherten Betrieb zulässt (hier bis 8 %).
9. Fahrgeschwindigkeit, soweit sie für Förderbahnen verlangt wird, ca. 12 Kilometer
in der Stunde.
10. Bei gleicher Leistungsfähigkeit, bei weitem billigerer Betrieb, als bei Bahnen,
deren Schienen auf Schwellen befestigt sind.
11. Wenig Arbeit an den gewöhnlichen Schienen, um sie für die Belegbarkeit des
Geleises vorzubereiten.
Der Preis für die Einrichtung gewöhnlicher Schienen für die Verlegbarkeit erhöht
sich bei dem Bezüge nur um 11 bis 12 Mark für die Tonne Schienen und wird schon
beim erstmaligen Verlegen mehr als einmal eingebracht. Bezug durch mich direct von
den Stahlwerken in kürzester Lieferungsfrist. Um sich von der Richtigkeit meiner Aus-
führungen zu überzeugen, bitte ich die Interessenten, sich den Betrieb auf den hiesigen
verlegbaren Bahnen anzusehen, es wird von mir sowohl, als auch dem Aufsichtsbeamten
über alle Verhältnisse und Erfahrungen bereitwilligst Aufschluss ertheilt werden. Auch
werden Abhandlungen und technische Gutachten kostenfrei, sowie Abschrift der amtlichen
Nach Weisungen über die Baukosten und die Betriebskosten gegen Abschreibegebühren
schnellstens übersandt.
Die Patente für Deutschland, Oesterreich-Ungarn und England sind verkäuflich.
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