Zeitschrift für das gesamte Lokal- und Straßenbahnwesen — Dritter Jahrgang.1884

Page: 138
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EIN WORT ZUR ABWEHR.

2pferdige Gaskraftmaschine und für die Wasserbehälter. Der weitaus grösste Kaum ist
in ganzer Höhe für die Aufnahme des Kauhfutters, Heu und Stroh, bestimmt.
Die Etagenstallungen sind im Innern des Gebäudes mit einer Treppe untereinander,
mit einer zweiten Treppe mit den Bodenräumen verbunden. Ausserdem sind dieselben
auch noch durch zwei ausserhalb au der Front des Gebäudes belegenen, in der Skizze der
Deutlichkeit halber nicht dargestellten Treppen zugänglich gemacht.
Sämmtliche Treppen sind aus Wellblech mit aufgemauerten Stufen konstruirt.
Auf Bahnhof 14 ist ausser dem skizzirten Stall ein Wagenschuppen für 48 Wagen
mit Reparaturwerkstatt und Beschlagschmiede erbaut. Der Bahnhof ist mit Entwässerungs-
Anlage, eigener Wasserleitung, Centesimalwaage etc. versehen.
Sämmtliche Gebäude sind massiv erbaut und mit gelben und rothen Formsteinen
verblendet.
Das Aeussere ist einfach, aber gefällig gestaltet worden. Der Bau wurde so rasch
gefördert, dass er in drei Monaten fertig gestellt war.
Die günstige Fundamentirung erleichterte die Herstellung in solch’ kurzer Zeit.
Die specielle Bauleitung hatte auch hier der Bauführer der Gesellschaft, Herr Otto
Lange. Die Ausführung war der Firma Held & Franke übertragen.

XVII.

Ein Wort zur Abwehr.*)
Von Director 0. Büsing.
(Mit 5 Fig. im Text.)
Im ersten Heft pro 1884 dieser Zeitschrift veröffentlicht Herr A. Haar mann,
Osnabrück, einen Artikel über Strassenbahn-Oberbau, in welchem vielfach frühere Angriffe
gegen sein patentirtes Strassenbahn-System zurückgewiesen werden.
Besonders richtet sich diese Zurückweisung gegen die Herren Böttcher (Bremen)
und Osthoff (Oldenburg). Ich hätte somit eigentlich keine Veranlassung, in diese Polemik
mit einzutreten, da ich bereits, besonders in meinem Artikel über Strassenbahn-Oberbau
Heft 3 des II. Jahrgangs dieser Zeitschrift mich gleich Herrn Haar mann gegen das
Stützensystem, somit auch gegen die Construction des Herrn Böttcher ausgesprochen
habe, wenn nicht Herr Haar mann am Schlüsse seines Artikels noch in einem Nachsatze
meiner soeben beregten Abhandlung meiner Person Erwähnung gethan und dem Sinne
nach hinzugefügt hätte: „Nachdem ich die Angriffe der Herren Böttcher und Osthoff
zurückgewiesen, habe ich gar nicht mehr nöthig, den Herrn Büsing noch zu widerlegen,
da seine Angriffe gegen unser System mit denen des Herrn Böttcher conform sind“.
Herr Haar mann schliesst dann wörtlich: „Die ausserdem noch von Herrn Büsing
*) Dem „audiatur et altera pars“ Rechnung tragend, bringen wir die vorstehende Entgegnung,
erlauben uns aber zugleich dabei die Bitte an die Herren Autoren auszusprechen, persönliche Bemer-
kungen hei ihren Arbeiten zu vermeiden, da wir sonst zu unserem Bedauern nicht in der Lage sein
würden die betreffenden Arbeiten aufzunehmen. — Wegen zu späten Einganges des Artikels konnte derselbe
leider nicht mehr in Heft II erscheinen. Die Redaction.

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