Zeitschrift für das gesamte Lokal- und Straßenbahnwesen — VIII. Jahrgang.1889

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LOCALBAHNEN IN DEN NIEDERLANDEN.

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Antheile und Schuldscheine unangerührt bleibt; dies ist nur allein dann der Fall, wenn die
Sicherheit besteht dass, sobald nicht immer ein Verkaufswerth von Eigenthum in Höhe der
Kapitalziffer vorhanden ist, diese dennoch zur Verfügung steht, wenn zur Schuldablösung
und Realisation von Antheilen übergegangen werden muss. Man wird der Sicherheit wegen
annehmen müssen, dass dieses bei Ablauf der Concession, auf welcher die Unternehmung
beruht, eintreffen wird. Um nun eine normale Ziffer zu erhalten, um welche sich die
wirklich nothwendigen Abschreibungen am nächsten werden gruppiren müssen, nehme man
als Priucipien an:
1. Dass alles, was der Abnutzung unterworfen ist, zu dem Zeitpunkt der Un-
brauchbarkeit erneuert werden muss;
2. dass alle anderen Werthe bei Ablauf der Concession abgeschrieben sein müssen
mit Ausnahme derjenigen, welche nicht an allgemeiner Werthverringerung leiden.
Als mittlere Zahlen zur Berechnung eines Abschreibungscoefficienten kommen in

Anmerkung:
für die Dauer der Concession.30 Jahre,
, , „ des Wagenparks.20
„ „ »der Locomotiven.15 „
, „ »des Oberbaues.15 ,
„ „ Dienstzeit der Pferde.5 „

Ferner nehme man an, dass auf Grund und Boden nicht abgeschrieben zu werden
braucht; auch auf Gebäude und Erben in den Städten könnte man vielleicht bedeutend
weniger abschreiben, in Rücksicht auf die Werthvergrösserung, welche solche im Laufe
der Zeit oft erfahren. Demgegenüber stehen jedoch wieder andere Nachtheile und darf der
Einfluss dieser Abschreibung nicht überschätzt werden.
Rechnet man einen Zinsfuss von 4 °/0 und dass die Zinsen aus dem Abgeschriebenen
immer zu der Hauptsumme gefügt werden, so findet man, dass es nach den genannten
Principien nöthig ist, jährlich vorzustrecken:
2 °/0 von den Werthen, unter 1 classificirt,
SV/,, von dem Werth des Wagenparkes,
6°/« » » » Oberbaues und der Locomotiven,
15 °/o » » » der Pferde, welche nach 5 jähriger Dienstzeit noch 20°/0
des Ankaufwerthes vergegenwärtigen,
alles gerechnet nach Maassgabe des ursprünglichen Bilanzwerthes. (Schluss folgt.)
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