Zeitschrift für das gesamte Lokal- und Straßenbahnwesen — VIII. Jahrgang.1889

Page: 73
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DER BAUER’sche SCHIENENRÜCKER.

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Fig. 15. In Figur 16 ist die Achse


noch wesentlich erleichtert. Bei guter Beaufsichtigung sollen sich diese losen Bäder sehr
gut bewähren und wird der Curven-Widerstand durch Verwendung solcher Achsen natürlich
bedeutend herabgezogen. Der Wagenkasten stützt sich bei dieser Construction wieder auf
den Mittelzapfen m.
Nachtheilig für die Verwendung dieses einachsigen Drehgestelles erscheint der Umstand,
dass stets sämmtliche Wagen eines Zuges mit derselben Achsenconstruction versehen sein
müssen, da dieses wie leicht einzusehen ist, die Bedingung für die Anwendung derselben
ist. Sobald ein mit anderen Achsen versehener Wagen in den Zug eingestellt werden sollte,
wäre die Drehbarkeit des voraufgehenden bezw. nachfolgenden Untergestelles aufgehoben.

XII.
Der Bauer’sclie Schienenrücker D. R. P. 41008
Von R. Lüders, Civil-Ingenieur in Görlitz.
(Mit 1 Figur im Texte.)
Es erscheint angebracht auf ein Werkzeug die Aufmerksamkeit zu lenken, welches
berufen erscheint bei der Instandhaltung der Geleise eine besondere Aufgabe zu erfüllen.
Jeder mit der Unterhaltung des Oberbaues Betraute wird die grossen Schwierigkeiten durch-
gemacht haben, welche aus dem Wandern der Schienen für die Erhaltung der Geleislage
entstehen. Es sei gestattet hier zunächst kurz das alte Verfahren zu beschreiben, nach
welchem die Geleiselage bei etwaigem Waudern corrigirt wurde.
I. Sehienenauswechselung.
Bei kurzen Strecken zusammengelaufner Schienen wird, soweit dies möglich, das Aus-
einandertreiben durch Zurückschlagen gegen die Stirnfläche der Schiene bewirkt, nachdem
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