Zeitschrift für das gesamte Lokal- und Straßenbahnwesen — VIII. Jahrgang.1889

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DIE SYLTER DAMPFSPURBAHN.

B. Ausgaben.

4. Durchschnitts-Ergebnisse der Betriebs-Ausgaben.

Gesammt-
Ausgaben
Fr. Cts.
Per Bahn-
kilometer *)
Fr. Cts.
Per Zugs-
kilometer **)
Cts.
Per Achsen-
kilometer ***)
Cts.
°/o
I. Allgemeine Verwaltung ....
7,074 25
849 25
10, 48
1, 01
11, 30
11. Unterhaltung und Aufsicht der Balm
14,423 35
1,731 50
21, 38
2, 04
23, 04
III. Expeditions- und Zugsdienst . .
12,814 90
1,538 40
19, 00
1, 82
20, 46
IV. Fahrdienst.
23,752 25
2,851 40
35, 21
3, 3G
37, 94
V. Verschiedene Ausgaben ....
4,550 80
546 32
6, 74
0, 64
7, 2G
Total . .
62,615 55
7,516 87
92, S1
8, 87
100 o/o

Bemerkungen:
*) Berechnet für 8,33 Kilometer im Jahresdurchnitt.
**) Anzahl Zugs-Kilometer G7,444.
***) Anzahl Achsen-Kilometer 705,6IG.

XVI.
Die Sylter Dampfspurlbalin.
Von Kuhrtj Eisenbahn-Betriebs-Director in Flenshurg.
Mit einer Karte im Texte.
I. Allgemeines.
Das Nordseebad Westerland auf Sylt, dessen ersten Anfänge bereits in das Jahr 1857
zurückdatiren, ist in Folge seiner im Jahre 1884 erfolgten Neu- und Umgestaltung in so
raschem Emporblühen begriffen,' dass es alsbald zu den ersten aller Nordseebiider gezählt
werden kann. Im Ialire 1884 wurde das Bad nur von 2000 Kurgästen frequentirt,
während in der letztverflossenen Badesaison die Zahl derselben fast auf das dreifache ge-
stiegen war. Die Zunahme der in demselben Zeiträume entstandenen Neubauten an Hotels
und Logirhäusern hat Schritt gehalten mit der Vergrösserung des Verkehrs, so dass an
Stelle der früher vereinzelt unterhalb der Dünen stehenden Häuser jetzt Strassenreihen
entstanden sind, die einem Stadtgebilde vergleichbar. Bei solcher Entwickelung des Bades
wurde die überdies sehr mangelhafte Wegeverbindung mit dem einzigen Hafenplatze, Munk-
marsch , der Insel vollständig unzulänglich und musste die Anlage einer modernen Ver-
kehrsstrasse ernstlich iu’s Auge gefasst werden. Das Nächstliegende war die Anlage einer
Chaussee aus Mitteln des Kreises Tondern, zu welchem die Insel gehörig.
Die in dieser Beziehung gegebenen Anregungen fanden jedoch nicht die gewünschte
Unterstützung, da man mit Rücksicht auf die für solche Kunststrassen in den letzten zehn
Jahren verausgabten vielen Millionen in Verbindung mit der colossalen Unterhaltungslast,
welche für die Provinz Schleswig-Holstein bereits auf 1300 000 M. jährlich gestiegen, und
welche Summe durch die Kreise aufzubringen ist, dem Chaueessbau, und mit Recht, keine
besonderen Sympathien mehr entgegenbringt.
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