Hinweis: Your session has expired. A new one has started.

Süddeutsche Photographen-Zeitung: Monatsschrift für Photographie u. verwandte Reproductionsarten — München, II. Jahrgang (April 1895 - März 1896).1895

Page: 123
Citation link: 
http://tudigit.ulb.tu-darmstadt.de/show/Zb-282-28/0123
License: Creative Commons - No rights reserved (CC0)
0.5
1 cm
facsimile
»

DG)*


y\9Q)

Praktische Anwendung des Blitzlichtes.

Von Erich Spa ul den.

Nachdruck verboten.


ie Saison ist zwar vorüber, die Saison der trüben
Tage nämlich, und deshalb dürften viele un-
serer Leser einen Artikel über Blitzlicht in
dieser Zeit der Frühlingsstürme*) für einen Ana-
chronismus ansehen. Wir sind gegenteiliger An-
sicht, wir möchten es fast mit "Till Eulenspiegel
halten, der beim Abstieg vom Berge grämlich
war, weil er dann schon an den nächsten Berg
dachte, der bald wieder mit Mühe zu erklimmen sein würde. Der neue
Berg erfordert zu seiner Ueberwindung neue Kraft und Gewandtheit —
wohl dem, der sich bei Zeiten darauf vorbereitet, um dann im gegebenen
Augenblicke ohne Zögern und Zagen mit frischem Mut geradenwegs auf
sein Ziel losgehen zu können.
Zweifellos ist es daher auch für den Fach-Photographen von hohem
Wert und grossem Nutzen, wenn er sich in der Periode des guten Lichtes
eingehend darauf vorbereitet, auf welche Weise er leicht und sicher über
den Berg der Finsternis hinweg kommt, ohne an Leistungsfähigkeit —
qualitativ wie quantitativ — gegenüber dem Sommer-Halbjahr zurück-
zubleiben.
Und hierzu mögen diese Zeilen einige Anregungen und beachtens-
werte Winke geben, deren Befolgung verbunden mit entsprechenden Vor-
studien etc. im Laufe des Sommers jeden Fachmann in den Stand setzen,
im Winter nicht nur keine einzige Aufnahme wegen ungenügenden
Lichtes „geben lassen“ zu müssen, sondern ihn sogar sicher vor jeder
Fehl-Exposition bewahren.
Als „Notbehelf“ ist ja schon häufig und von den verschiedensten
Seiten die Verwendung des Blitzlichtes empfohlen worden. Und die-
jenigen, welche diesen Nothelfer nicht blos in kritischen Momenten und
halb gezwungen zur Arbeit heranzogen, sondern welche sich angelegen
sein Hessen, mit Liebe und Geduld seine mitunter sonderbaren „Charakter-“

*) Wegen Ueberfülle an Stoff mussten wir den Artikel, der uns „zur Zeit der
Frühlingsstünne“ schon zuging, bis heute zurückstellen. I). R.
Süddeutsche Photographcn-Zeitung. Heft 4. 9
loading ...

DWork by UB Heidelberg
Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt   |    Imprint   |    Datenschutzerklärung   |    OAI   |    RSS   |    Twitter   |    seo-list