Süddeutsche Photographen-Zeitung: Monatsschrift für Photographie u. verwandte Reproductionsarten — München, II. Jahrgang (April 1895 - März 1896).1895

Page: 203
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J vO O)


Das
Vergilben photographischer
Silberbilder.
Ein Vergleich zwischen Albumin- und
Celloidinpapier.
Von Y ork S c h w artz und Dr. W. K naue r.
(Schluss.)
Nachdruck verboten.
|ier sind also Faktoren gegeben, die das
Eindringen der Silbersalze in den Un-
tergrund fördern: hohe Durchdring-
ungsfähigkeit der Lösungsmittel, somit auch der Lösungen selbst; relativ
hoher Druck der Lösung auf die zu durchdringende Unterlage, daher
erhöhte mechanische Einpressung ersterer in letztere; völlige Flüssigkeit
des gesamten Materiales, aus dem die eigentliche Bildschicht entsteht.
Nach dem „Trocknen“ der Schicht ist aber die Möglichkeit des Eindringens
von Silbersalzen in den Untergrund keineswegs beseitigt. Um die Bildschicht
für die bei der Verarbeitung des Celloi'dinpapieres in Anwendung kom-
menden Flüssigkeiten durchdringbar zu machen, setzt man der Emulsion
Substanzen — wie z. B. Glycerin — zu, die selbst nicht austrocknen
und auf diese Weise das Eintrocknen des Celloi'dins zur hornartigen,
porenlosen Masse hindern. Unter dem Einflüsse dieser flüssig bleibenden
und dazu noch hygroskopischen Substanzen kann bei längerem Lagern
des Papieres sehr wohl eine allmählige Diffusion löslicher Silbersalze in
den Untergrund und den Papierfilz stattfinden. Für letzteren Umstand
spricht erstens die Thatsache, dass bei unseren Versuchen auf der Papier-
seite alten Papieres stets Bilder entstanden, während dies bei frischem
Papiere nur in einem Falle eintrat, und zweitens Versuch E, bei welchem,
vor dem Fixieren etc., die Celloi'dinschicht durch Aether-Alkohol ent-
fernt wurde. liier lieferte die Schichtseite alten Papieres ein kräftiges,
die Schichtseite frischen Papieres nur ein schwaches Bild.
Süddeutsche Photographen-Zeitung. II. (5
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