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Darmstadt, der Odenwald, die Bergstrasse und die Main-Neckar-Eisenbahn: ein Handbuch für Reisende — Darmstadt, 1846

Page: 25
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LUDWI&SHÖHE, HERRGOTTSBERG.

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Himmelfahrt- und Ffingsttagen, schon vor Sonnenauf-
gang von Hunderten besucht waren. Nachdem die
Ludwigshöhe angelegt war, sank der Herrgottsberg
kurze Zeit in der Gunst der Spaziergänger; jetzt bil-
det er mit derselben gleichsam Eine Anlage. Die Teu-
felsklaue ist ein am Abhang liegender Fels, auf dem
die Volkssage Spuren der Krallen des Bösen erblickt
und wovon sie erzählt:
Der Teufel ist ein dummer Wiclit,
Trotz aller argen Ränke
Führt mancher Schalk ihn hinter’s Licht,
Das zeigen tausend Schwänke.
Dort liegt ein Fels im Buchenwald,
Drauf steh’n des Teufels Krallen,
Der Böse hat die Faust gehallt,
Als er ihm war entfallen.
Am Herfgoltsberg, ihr kennt ihn doch?
Hoch auf geräum’ger Stelle,
Da stand vor wenig Jahren noch
Die friedlichste Kapelle.
Doch dem zerbröckelten Gestein
War länger nicht zu trauen,
Da riss das Ilaus der Meister ein,
Es schöner aufzuhauen.
Der Teufel das mit Freuden sah,
Er kam vermummt und eilig:
„Ei, Meister, ei, was macht ihr da?
Ist euch der Bau nicht heilig?“
Allein der Meister kannl’ ihn schon
Und rief: Gesell, bedenke,
Dem Pfälflein bauen wir zum Hohn
Hier — eine neue Schenke!
Der Böse dachte : gut für mich,
Und mir nur zum Gewinnste, —
Verdung als Werkgeselle sich
Und Ihat getreue Dienste.





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