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Dietz, Alexander
Frankfurter Handelsgeschichte / von Alexander Dietz (Erster Band) — Frankfurt am Main, 1910

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Vorrede.

Der Öffentlichkeit wird hiermit ein Werk übergeben, welches in mehr denn
einer Hinsicht einiger einleitenden Worte bedarf.
Seinem Gegenstand und Umfang nach geht es weit über den Rahmen
einer gewöhnlichen ortsgeschichtlichen Arbeit hinaus. Es wendet sich zwar
in erster Linie an die Frankfurter Bürgerschaft, welche den Verfasser von ver-
schiedenen früheren Werken kennt, wird aber voraussichtlich auch einem
weiteren Kreise von fremden Lesern in die Hände kommen, welche nicht ge-
wöhnt sind, ein Geschichtswerk aus der Feder eines Juristen, also eines nicht
berufsmäßigen Vertreters der Geschichtswissenschaft, vor sich zu sehen. Ja,
eine Liebhaberarbeit ist es in vollstem Sinne des Wortes, entstanden aus der
reinsten Freude des Verfassers an der Erforschung seiner vaterstädtischen
Geschichte und vollendet unter den mannigfachen Opfern, welche ein in vollem
Geschäftsleben stehender, durch die Pflichten seines Berufes und seines Haus-
standes gefesselter Mann hierbei bringen muß.
In früheren Zeiten sind die Träger der Frankfurter Geschichtsforschung
regelmäßig Liebhaber gewesen, welche aus dem Schoße der Bürgerschaft
hervorgingen oder, wenn ursprünglich fremd, ganz in ihrem Geiste aufgegangen
sind: hochgebildete, edle und bescheidene Männer, wie der Chronist Achilles
August von Lersner (f 1732), Dr. Johann Philipp Orth (f 1783), der geistliche
Rat Johann Georg Battonn (f 1827), Johann Carl von Fichard (f 1829), Pfarrer
Anton Kirchner (f 1835), Justizrat Dr. Euler und andere, bei welchen wir
nicht nur ihre bedeutenden Leistungen, sondern auch ihre große Liebe zur
Vaterstadt zu bewundern haben. Es waren Lokalpatrioten im besten Sinne
des Wortes, welchen ihre Arbeit zugleich eine Herzenssache war. Battonn
und Fichard haben über ihren Studien das Augenlicht eingebüßt! Mag auch
die Frankfurter Geschichte von Pfarrer Kirchner vor den Blicken des heutigen
Berufshistorikers keine Gnade mehr finden, sie wird doch dem Publikum stets

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