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Dietz, Alexander
Frankfurter Handelsgeschichte / von Alexander Dietz (Erster Band) — Frankfurt am Main, 1910

Page: 131
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VIERTER ABSCHNITT
Der Ständige Handel

inleitung. Frankfurt am Main ist von Professor Bücher in seinem
bevölkerungsstatistischen Werke*) als eine Stadt hingestellt
worden, welche im Mittelalter nur vereinzelte Kaufleute, keinen
Kaufmannsstand und keinen ständigen Großhandel besessen und
in seiner ländlichen Ruhe nur zweimal im Jahr während der Messen

durch fremden Handel und fremde Kaufleute belebt worden sei.
Er nennt die gegenteilige Ansicht sogar eine Fabel, welche durch ihr Alter nicht
ehrwürdig geworden sei. So schroff und siegesgewiß dieses abfällige Urteil
in die Welt gesetzt worden ist, so ist es doch unrichtig und ebenso anfechtbar
wie seine fernere bestimmte Angabe, daß der Geldhandel und das Bankgeschäft
schon im späteren Mittelalter von größerem Belang gewesen seien als das
Warengeschäft. Gerade die als Quelle angeführten Manuskripte des Herrn
von Fichard, welche ich schon vor Jahren vollständig durchgearbeitet habe,
*) Bevölkerung in Frankfurt a. M. im XIV. und XV. Jahrhundert, 1886, S. 244—248.

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