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Dietz, Alexander
Frankfurter Handelsgeschichte / von Alexander Dietz (Zweiter Band) — Frankfurt am Main, 1921

Page: [11]
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Vorrede.

Während der im ersten Bande geschilderte mittelalterliche Frankfurter Großhandel
in Händen eines arbeitsamen und erwerbslustigen Patriziates gelegen hatte, ändert
sich dieses Bild seit der Mitte des 16. Jahrhunderts vollkommen. Das Patriziat tritt
vom Schauplatz ab und überläßt in stolzer Zurückgezogenheit die Handelstätigkeit
den Scharen eingewanderter Fremdlinge aus den spanischen Niederlanden, welche
in der Zeit von 1554 bis 1630 fast alle Handelszweige beherrschen und aus Frankfurt
eine belgisch-französische Kolonialstadt machen.
Der Schilderung dieses merkwürdigen Zeitraumes ist der vorhegende zweite
Band gewidmet. ^ , , . _.
• Volle zehn Jahre hat sich die Fertigstellung seines Druckes hingezogen. Die
archivalischen Vorarbeiten hatte ich bereits in den Jahren 1896 bis 1902 gemacht
und das Manuskript so weit gefördert, daß die ersten sechs Bogen im Jahre 1910
gedruckt werden konnten. Bis zum Jahre 1913 hatte die Verlagsdruckerei Hermann
Minjon 240 Seiten glücklich fertiggestellt, war aber dann infolge Aufgabe ihres
eigenen Druckereibetriebes nicht zu einer Fortsetzung zu bewegen. Trotz des
Kriegsausbruches griff auf gütige Anregung des Herrn Stadtrates Dr. Ziehen der
Magistrat die Sache wieder auf und bewilligte mir aus der Jakob S. H. Sternschen
Stiftung einen Beitrag von je 3000 Mark für den vorliegenden zweiten und den
dritten Band. Mit Rücksicht auf die fortgesetzte Steigerung der Papierpreise und
Druckerlöhne wurde jedoch die Fortsetzung immer wieder hinausgeschoben und
hätte nach der Revolution unterbleiben müssen, wenn nicht Herr Dr. Kotzenberg
seine hilfreiche Hand geboten und durch eine großartige Spende die Vollendung
dieses Bandes ermöglicht hätte. Hierfür sei ihm an dieser Stelle nochmals herzlichst
gedankt und dieser zweite Band gewidmet!
Daß eine Zeitspanne von zwanzig Jahren seit der archivalischen Bearbeitung des
Stoffes und eine zehnjährige Druckdauer für ein Werk nicht vorteilhaft sein kann,
liegt für jeden Einsichtigen auf der Hand. Die Einheitlichkeit leidet, von anderen


VII
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