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Dietz, Alexander
Frankfurter Handelsgeschichte / von Alexander Dietz (Zweiter Band) — Frankfurt am Main, 1921

Page: 41
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gleich. In dem langen Zeitraum
von 1554 bis 1585 hat es kaum
mehr wie ein Dutzend Belgier ge-
geben, welche mit einem Ver-
mögen von 15000 fl die höchste
Steuerstufe erreichten. Im Jahr 1567
waren es zwei, Augustin le Grand
von Brügge, welcher sich das be-
rühmte Haus zum Braunfels er-
warb, und Johann Kirßbaum von
Antwerpen, in den Jahren 1577 bis
1585 dann folgende: der Fisch-
händler Johann Braun von Delft,
der Tuchhändler Hans von den
Abelle aus Brügge, die drei Ant-
werpener Großkaufleute Clemens
Kirßbaum, Jakob Bernoully und
Lancellot Binoy zum Papagei, so-
dann Johann Jouveneau, Reinhard
Mahieu, Dietrich Badouer von
Valenciennes, Johann de Bary und
der Woilhändler Johann Soreau von
Tournay, drei Juweliere Claude & Servatius Marell aus Burgund und Hector
Schelkens von Mecheln.
§ 13. Frankfurts zweite Blütezeit als belgische Kolonialstadt
1585—1630.
a) Allgemeines. Wenn wir uns die Frage vorlegen, wann Frankfurt das-
jenige geworden ist, für was es in den letzten zwei Jahrhunderten gegolten hat
und heute noch gilt, so dürfen wir uns nicht durch die politischen und wirtschaft-
lichen Erfolge des 19. Jahrhunderts blenden lassen oder bei den durch Goethes
Wahrheit und Dichtung uns so vertraut gewordenen Zuständen des 18. Jahrhunderts
verharren, sondern müssen über das Zeitalter des großen Franzosenkönigs Lud-
wig XIV. und die Drangsale des dreißigjährigen Krieges hinaus bis zu den nieder-
ländischen Religionskämpfen und insbesondere bis zur Eroberung der Weltstadt
Antwerpen durch die Spanier am 15. August 1585 zurückgehen. Es ist eine ge-
schichtlich höchst merkwürdige Tatsache, daß die Schicksale dieses fremden
Volksstammes und eines entfernten Seeplatzes solchen Einfluß auf die deutsche
Binnenstadt am Main ausgeübt haben. Wie wir gesehen haben, war


Johann de Bary
geb. 1606 in Frankfurt, f 1684 in Basel.
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