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Dietz, Alexander
Frankfurter Handelsgeschichte / von Alexander Dietz (Zweiter Band) — Frankfurt am Main, 1921

Page: 243
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yon Surck und Hans Schmayß zu Breslau, welche insbesondere das große Darlehen
von 24 000 Reichstalern von dem König von Polen zurückerhielten. Auch der König
von Dänemark ließ im April 1634 durch Nikolaus von Curland in Hamburg fast
10 000 Gulden zurückzahlen. Dagegen hören wir nichts von einer Tilgung der
Forderung von 23 000 Talern gegen den Kurfürsten von Sachsen.
Die von der Frankfurter Handelsgesellschaft de Briers & Heusch aus Ostindien
Angeführten, meistens in Frankfurt geschliffenen und von hiesigen Goldschmieden
gefaßten Juwelen müssen sich noch heute im Besitz des österreichischen Kaiser-
hauses und der weiterhin erwähnten königlichen, fürstlichen und gräflichen Häuser,
Namentlich der in Böhmen ansässigen, befinden und bei einigem Suchen nach-
zuweisen sein.

C. Web waren und ihre Rohstoffe.
24. Flachs, Hanf und Garn.
Wie bei der fertigen Leinwand, ist auch bei den Rohstoffen Flachs und Hanf
uud bei den leinenen und baumwollenen Halbfabrikaten Garn und Zwirn zwischen
dem Handel der Meßfremden und dem eigenen Handel der Bürgerschaft zu unter-
scheiden. Letzterer ist gegenüber dem ersteren nur von geringer Bedeutung gewesen,
hn Mittelalter führten zwar fast alle mit Lübeck in Handelsverbindung stehenden
Frankfurter Großkaufleute auch Flachs aus den Ostseegebieten, namentlich aus
Liga ein. Als aber diese Verbindung gegen 1600 fast ganz aufhörte, waren es
neben vereinzelten Händlern nur noch die hiesigen Seilermeister, welche rohen
Hanf und Flachs aus zweiter Idand kauften, klopften, hechelten und neben ilnen
Seilerwaren im kleinen verkauften. Der Großhandel lag in den Händen der Meß-
fremden.
Seit dem Jahre 1396 war er mit dem Leinwandhandel in das neuerbaute stattliche
Leinwandhaus und seit 1420 in einen besonderen Anbau desselben, das Garnhaus,
verwiesen. Wie aus dessen Namen zu ersehen, standen nicht die Rohstoffe Flachs,
Hanf oder Baumwolle, sondern das aus ihnen verarbeitete Garn im Vordergrund.
Denn die hiesigen Weber gaben sich meistens nicht mit dem Spinnen ab, sondern
'duften lieber fertiges Garn für ihre Webstühle. Soweit sie spinnen ließen, geschah
es durch Frauen.
Flachs, Hanf, Garn und Seile wurden nach dem Gewicht verkauft und mußten
aL wagmäßige Güter in der Stadtwage verwogen werden. Deren Oidnung von
1430 unterscheidet zwischen rauhem und gehecheltem hlachs oder Hanf. Von jedem
2entner wurde in der alten Messe ein Pfund Heller (5/e Gulden) zu Zoll genommen.
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